Zum Hauptinhalt springen

Davos fest in amerikanischer Hand

Die Amerikaner und die Engländer sind am Weltwirtschaftsforum in Davos klar in der Überzahl. Daneben haben vor allem Teilnehmer aus der arabischen Welt in den letzten Jahren aufgeholt.

Heute beginnt das 45.Weltwirtschaftsforum (WEF). Anstatt Bündner Dialekt dominiert in den Strassen, Bars und Restaurant von Davos Englisch. Fast ein Drittel der 2500 WEF-Teilnehmer reist aus den USA ans Wirtschaftstreffen. Die «Handelszeitung» hat deswegen eine Story mit der Überschrift «Eine amerikanische Stadt namens Davos» publiziert. Am WEF nehmen neben Regierungs- und Firmenchefs auch Vertreter der Wissenschaft und von Nichtregierungsorganisationen teil. Ebenfalls aus dem englischsprachigen Raum – nämlich aus Grossbritannien – kommt die zweitgrösste Delegation. Seit 1997 hat sich die Teilnehmerzahl der Briten fast verdoppelt, während die Anzahl Besucher aus anderen westlichen Ländern seit Jahren konstant bleibt. In der Ländertabelle haben die Inselbewohner mittlerweile die Gastgeber aus der Schweiz überholt (siehe Tabelle).

Chinesen legen zu

Anders sieht die Entwicklung bei den Gästen aus, die weder aus Europa noch aus den USA stammen. Diese Gruppe macht mittlerweile ein Drittel der WEF-Teilnehmer aus. Die Chinesen etwa gehören mit einer Delegation von 48 Personen in diesem Jahr zu den Top Ten. Vergleicht man die Wirtschaftsleistung der Teilnehmerländer, müssten die Chinesen aber noch viel weiter vorne stehen. Mit einem Bruttoinlandprodukt (BIP) von 9181 Milliarden Dollar (2013) hat China weltweit die zweitgrösste Wirtschaftsleistung hinter den USA mit einem BIP von 16799 Milliarden Dollar (2013). Das BIP der Schweiz beträgt im Vergleich 650 Milliarden Dollar (2013).

Immer mehr Araber kommen

Das Wachstum der WEF-Delegationen von ausserhalb Europas und der USA wurde von den Organisatoren angestrebt. In den letzten Jahren hat das WEF Ableger in Asien, Lateinamerika und Afrika geschaffen. Und prompt stieg die Teilnehmerzahl aus Mexiko oder Brasilien – auf Kosten von Ländern wie Frankreich, Kanada oder Italien. Immer stärker gehören auch Vertreter aus dem arabischen Raum zum Bild des WEF. Die wachsenden Teilnehmerzahlen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (39 Teilnehmer) und Saudi-Arabien (31) zeigen, dass sich das Weltwirtschaftsforum mit der Globalisierung mitentwickelt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch