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Dem Desaster folgt ein Sorry

Der wegen Falschdeklarationen ins Zwielicht geratene Fleischhändler Carna Grischa gibt sich reuig und garantiert ab sofort, dass «Kunden das erhalten, was sie bestellt haben».

Der Bündner Fleischhändler Carna Grischa ist gestern in die Offensive gegangen. Verwaltungsratspräsident Ettore Weilenmann räumte Fehler ein und gelobte Besserung. Falschdeklarationen sind vor allem beim Poulet vorgekommen. Die Carna Grischa AG steht am Pranger, weil sie bei der Beschriftung von Fleischprodukten getrickst hatte. Weilenmann bedauerte die Vorkommnisse gestern vor den Medien in Landquart, wo die Firma ihren Sitz hat. Welches Ausmass die Manipulationen haben, ist noch nicht bekannt, weil die Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft und die Lebensmittelkontrolle noch am Laufen sind. Weilenmann erklärte, bis 2013 habe es mehrere Dutzend Fälle von Falschdeklarationen unter der alten Geschäftsleitung gegeben. Diese führte die Firma nach dem Verkauf an Weilenmann 2010 noch drei Jahre. Zwei Mitarbeiter, welche die Manipulationen ausführten, wurden letzte Woche freigestellt.

Angeblich nichts gewusst

Nach 2013 wurde die ganze Führungscrew ausgewechselt. Weilenmann selber sagte, nichts von den Tricksereien der Vorgänger gewusst zu haben. Er räumte aber ein, dass es ab 2013, also unter seiner Verantwortung, bisher gut ein Dutzend Fälle von Falschdeklarationen gegeben habe. Die Carna Grischa verstärkte inzwischen die Kontrollen, um den Kunden zu garantieren, dass sie das Fleisch, das sie bestellten, auch tatsächlich erhalten. Ettore Weilenmann blickt auf eine schillernde Karriere als Unternehmer zurück: Vor rund 15Jahren hat er im Kanton Bern für Schlagzeilen gesorgt: Er gehörte zu den Gründungsaktionären des Langenthaler Softwareunternehmens Miracle. Dieses ging im Zuge des Internetbooms im Jahr 1999 an die Börse. Doch bereits ein Jahr später musste das Unternehmen Konkurs anmelden. 320 Mitarbeiter verloren ihre Stelle.

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