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Demokratie verteidigen

berlin. 560 Autoren aus 83 Ländern, unter ihnen 20 aus der Schweiz, rufen zum Widerstand gegen Massenüberwachung auf.

«Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr», heisst es in dem Appell, der gestern in mehr als 30 Zeitungen erschienen ist. Der Protestbrief wurde auch im Internet veröffentlicht (www.change.org/ueberwachung). Zu den Unterzeichnern gehören auch die Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Elfriede Jelinek, J. M. Coetzee, Tomas Tranströmer und Orhan Pamuk. Daneben sind namhafte Autoren wie Umberto Eco, Don DeLillo, Daniel Kehlmann, Henning Mankell, Richard Ford, David Grossman, Paul Auster oder T. C. Boyle vertreten. Unterschrieben haben auch zwanzig Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der Schweiz, so Melinda Nadj Abonji, Alex Capus, Franz Hohler, Eveline Hasler, Charles Lewinsky, Klaus Merz, Pedro Lenz, Urs Widmer und Sybille Berg.

Brief der Internetkonzerne

Hintergrund der Aktion sind vor allem die Berichte über massenhafte Ausspähung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA. Aber auch Staaten wie China oder Russland stehen in der Kritik, die Internet- und Telekommunikationsdaten ihrer Bürger in grossem Umfang abzuschöpfen. Am Montag hatten auch die US-Konzerne Google, Facebook, Microsoft, Apple, Twitter, LinkedIn, Yahoo und AOL in einem offenen Brief an US-Präsident Barack Obama und den Kongress in Washington Änderungen der Überwachungspraxis gefordert. (sda)

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