Zum Hauptinhalt springen

Den Behörden einen Auftrag erteilt

Die Würfel sind gefallen. Zwar noch nicht für eine Einheitsgemeinde, aber dafür, dass eine solche in Hettlingen geprüft wird. 551 Stimmberechtigte sprachen sich dafür aus, 466 sind dagegen.

Gemeinderat und Schulpflege sollen eine gemeinsame Gemeindeordnung ausarbeiten. Die in Hettlingen umstrittene Vorlage, die von vier Initianten, dar­un­ter FDP-Präsidentin Prisca Koller und SVP-Präsident Thomas Kläusli, eingereicht worden war, wurde mit 551 Ja- ge­gen­über 466 Nein-Stimmen klar angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 50 Prozent. In Hettlingen sind sich Schulpflege und Gemeinderat in Sachen Bildung einer Einheitsgemeinde nicht einig. Der Gemeinderat befürwortet die Einheitsgemeinde, während die Primarschulpflege vehement dagegen ist. An einer entsprechenden Informationsveranstaltung Anfang November hatte sich ein tiefer Graben zwischen den beiden Behörden offenbart. Prisca Koller zeigte sich gestern auf Anfrage erfreut darüber, dass sich der Souverän mit einer Differenz von 85 Stimmen zugunsten ihrer In­itia­ti­ve aussprach. «Das Resultat ist zwar keine Sensation, ich freue mich aber, dass die Gemeinde nun die Chance zur Prüfung dieser Organisationsform erhält.» Sie sei gespannt, was die beiden Behörden nun erarbeiten würden. Die Einheits- gemeinde sei aber noch keine Realität. Ob die Hettlinger das wünschen, zeige sich erst im Urnengang über die neue Gemeindeordnung. «Ich hoffe, dass dies nicht erst in zwei Jahren der Fall ist.» «Überrascht» Der Präsident der Primarschulpflege Richard Angermeier zeigte sich «schon etwas enttäuscht» über das Abstimmungsergebnis. «Wir nehmen es aber sportlich.» Er habe damit gerechnet, knapp zu gewinnen oder knapp zu verlieren. Die Niederlage bedeutet für den Hettlinger Schulpräsidenten, «dass wir noch mehr Überzeugungsarbeit gegen die Einheitsgemeinde leisten müssen». Doch natürlich werde die Schulpflege ihre Argumente auch im Ausarbeitungsprozess für die neue Gemeindeordnung einbringen. «Wichtig ist für uns das direkte Antragsrecht.» «Dankbar» Gemeindepräsident Bruno Kräuchi stiess mit dem Gesamtgemeinderat auf den Erfolg im Rahmen einer kleinen Zeremonie an. «Ich freue mich und bin dankbar für das Ergebnis, das ich als klaren Vertrauensbeweis der Bevölkerung ge­gen­über dem Gemeinderat interpretiere.» Um bald eine gemeinsame Auslegeordnung zu machen und dann mit der Ausarbeitung einer neuen Gemeindeordnung beginnen zu können, will Kräuchi noch diese Woche Kontakt zu seinem Amtskollegen von der Schule aufnehmen. «Am direkten Antragsrecht soll es nicht liegen», sagte er auf entsprechende Nachfrage. Der Gemeindepräsident betonte, dass die neue Legislatur bereits vor der Tür stehe und es die neue Gemeindeordnung bis dahin durchzubringen gelte. Der Gemeinderat verfolgt die Bildung einer Einheitsgemeinde als Legislaturziel. Sondierungsgespräche zwischen den beiden Behörden im letzten Winter endeten aber ohne Ergebnis.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch