Zum Hauptinhalt springen

Den Umzug online melden

Wer innerhalb des Kantons Zürich umzieht, kann sich künftig den Weg zur Einwohnerkontrolle sparen.

Wie bei Post- oder Bankgeschäften können auch immer mehr Einwohnerdienste online erledigt werden. Der neuste Service heisst «eUmzugZH». Er erspart dem Umziehenden den Gang zur Einwohnerkontrolle – und entlastet die Verwaltung. Wie das bald in vielen Gemeinden im Kanton Zürich funktionieren wird, stellten heute Regierungsrat Martin Graf (Grüne) und die Projektverantwortlichen vor. Zieht jemand innerhalb des Kantons Zürich um, muss er künftig nur auf die Gemeinde-Website seines Wohnortes gehen. Dort klickt er auf den Link «Wegzug» und füllt in einem Online-Formular Name, Geburtsdatum, AHV-Nummer sowie Adresse in der neuen Gemeinde aus. Das System prüft, ob der Einwohner überhaupt erfasst ist und ob er die Versicherungspflicht erfüllt. Optional kann die Person beispielsweise auch gleich Name, Chipnummer und Geburtsdatum seines Hundes registrieren. Die anfallenden Gebühren lassen sich online per Kreditkarte bezahlen.

Ab 2016 sollte Online-Meldung überall verfügbar sein

Die Stadt Zürich hat die neue Dienstleistung erfolgreich getestet. 14'000 Zürcher haben dieses Jahr ihren innerstädtischen Umzug über das Online-Formular gemeldet, das sind 35 Prozent aller Umziehenden. Ab Mitte nächsten Jahres werden in einer Pilotphase auch gemeindeübergreifende Meldungen möglich sein. Die Pilotgemeinden sind Bülach, Dachsen, Fehraltorf, Kloten, Lufingen, Oberembrach, Pfäffikon, Wettswil am Albis und Zürich. Sobald sich abzeichnet, dass der Versuch positiv verläuft, können die übrigen Gemeinden im Kanton Zürich den Link auf ihrer Website aufschalten. Spätestens Anfang 2016 sollen alle den neuen Service anbieten. «Bis dann wollen wir die gesetzliche Grundlage dazu schaffen und die Gemeinden dazu verpflichten», sagte Martin Graf. Die Realisierung von «eUmzugZH» hat der Kanton Zürich mit 600'000 Franken budgetiert.

Kanton Zürich als Vorreiter

Wer möchte, kann sich auch ab 2016 noch persönlich auf der Einwohnerkontrolle abmelden. Ziel ist es, 30 bis 50 Prozent aller Umzugsmeldungen über «eUmzugZH» abzuwickeln. Dies, um die Dienstleistung am Kunden zu verbessern und die Verwaltungen zu entlasten. «Es ist aber kein Sparprogramm», betonte Martin Graf. Und Sergio Gut, Direktor des Bevölkerungsamtes der Stadt Zürich, fügte hinzu: «Dank <eUmzugZH> haben wir nicht Personal eingespart, aber Kapazität für neue Aufgaben geschaffen.» Unter dem Begriff E-Government treibt der Bund die Einführung solcher elektronischer Behördenleistungen voran. Mit «eUmzugZH» soll der Kanton Zürich als Vorreiter Erfahrungen sammeln, sodass die Datenübermittlung per Mausklick möglichst bald gesamtschweizerisch Standard wird. Demnächst können zudem Vermieter die Wegzüge ihrer Mieter innerhalb des Kantons Zürich elektronisch melden. Diese vereinfachte und kostenfreie Drittmeldepflicht hat die Stadt Winterthur mitentwickelt. Die Einführung ist ab Mitte Februar in allen Zürcher Gemeinden geplant.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch