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Der Abschied des Ben Katanha

Am 16. Oktober 2010 bestritt Ben Katanha (Bild) im Cup, bei einem 1:5 in Wohlen, sein erstes Spiel für den FC Winterthur; gestern, fast auf den Tag genau drei Jahre später, hat er sich nach dem Training von seinen Teamkollegen verabschiedet. Am späten Abend hob er mit seiner Familie in Kloten ab, um über Dubai und Lusaka nach Harare in seiner Heimat Zimbabwe zu fliegen. Dass Katanha vom FCW keinen neuen Vertrag erhalten würde, war – allerdings nach einigem Hin und Her – seit geraumer Zeit klar. Es fand sich für ihn auch keine andere Lösung, also war seine Zeit in Europa nach über zehn Jahren abgelaufen. In Österreich (vor allem Bad Bleiberg), in Deutschland (Arminia Biefeleld) und in Russland (Spartak Naltschik) stand er unter Vertrag, mit einem kurzen Zwischenspiel in Malaysia, ehe er im Spätsommer 2007 in die Schweiz kam. Für den FC Schaffhausen schoss er in drei Jahren in 72 Meisterschaftsspielen 28 Tore. Nach kurzer Zeit beim FC Wettswil-Bonstetten in der 2. Liga inter gab ihm der FCW einen ersten Vertrag. Er war vom Oktober 2010 bis November 2011 Stürmer Nummer 1 – bis Patrick Bengondo in der Krise jenes Herbsts zurückkehrte. Fortan spielte Katanha auf dem Feld eine zunehmend geringere Rolle, in der vergangenen Saison wurde er nur noch wenig eingesetzt. Immerhin, in seinem letzten Match für den FCW schoss er noch ein Tor, sein 14. im 46. Challenge-League-Spiel für den Klub: Im Mai wurde er in der 86. Minute gegen den FC Wil für Bengondo eingewechselt, in der 89. traf er zum 3:0. Was er in all der Zeit blieb: Ein Mann mit guter Einstellung und guter Laune, der in Kabine und Training sehr wohl seine Wirkung entfaltete und gehobenes Ansehen hatte. Das lobte gestern auch Trainer Boro Kuzmanovic: «Von seiner Einstellung können sich manche eine Scheibe abschneiden.» Katanha kehrt mit 30 Jahren nun zurück auf seine Farm. FCW-Personalien sind auch noch diese: Captain Stefan Iten muss die Knorpelabsplitterung im Knie, die ihn seit geraumer Zeit plagt, operativ beheben lassen. Fragt sich noch: wann. Fürs nächste Spiel, in zehn Tagen gegen Lugano, ist Iten nach vier Verwarnungen ohnehin gesperrt. Die Muskelverletzung im Oberschenkel, die Kris Kuzmanovic am Samstag in Wil schon nach wenigen Minuten zum Ausscheiden zwang, soll keine Zerrung sein. Kuzmanovic Junior denkt, eine Woche Trainingspause reiche zur Genesung. Und schliesslich muss auch noch Marco Aratore einen Schlag aufs Knie auskurieren, erhalten ebenfalls in Wil. (hjs)

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