Kolumne

Der Aufstieg eines Kellerkindes

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Randen oder Rote Bete wie sie in Deutschland genannt werden, haben in den letzten Jahren einen enormen kulinarischen Aufstieg erlebt, quasi den Weg vom Kellerkind ins Sternerestaurant gemacht. Während man sie früher nur als mehr oder weniger lieblose Salatzutat kannte, wird die Rande heute roh in den Salat geraffelt, im Ofen oder in der Pfanne geröstet oder als Suppe püriert.

Richtig zubereitet ist Randen der perfekte Auftakt für ein festliches Menü mit Gästen.

Rohe Randen sind im Kühlschrank ziemlich lange haltbar, man kann sie also quasi immer im Vorrat haben um spontan etwas Leckeres daraus zu kochen. Im Backofen gegart kommt der süsslich-erdige Geschmack besonders gut zum Tragen. Randen schälen, vierteln und auf einem Blech verteilen. Mit 6 El Olivenöl, 2 El Balsamicoessig und 1 Tl Honig beträufeln, mit Salz, Pfeffer würzen und durchmischen. Bei 190 Grad 45 Minuten backen lassen. Entweder heiss als Beilage oder lauwarm als Vorspeise servieren. Ein paar Orangenfilets darunter gemischt und etwas Ziegenkäse darüber gebröselt ergibt das den perfekten Auftakt für ein festliches Menü mit Gästen.

Noch unkomplizierter ist ein Carpaccio aus vorgekochten vakuumverpackten Randen. Dafür die Haut von den Knollen lösen (das geht am besten unter fliesendem Wasser) und anschliessend das Gemüse in hauchdünne Scheibchen hobeln. Kreisförmig auf Tellern auslegen, mit Essig und Öl (Walnuss- oder Haselnussöl passt wunderbar) beträufeln, salzen, pfeffern und nach Belieben etwas frischen Meerrettich darüber raffeln. Wer mag, kann noch Rucola und Granatapfelkerne dazugeben.

(Der Landbote)

Erstellt: 08.12.2016, 15:40 Uhr

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