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Der Backsteinbau verschwindet

Wo einst während über 100 Jahren Feilen hergestellt wurden, stehen bald neue Wohnblocks. Vor wenigen Tagen hat der Abbruch der Backstein­gebäude der Hans Baiter AG in Aadorf begonnen.

«Es ist schade, dass die markanten Backsteingebäude im Dorfzentrum abgebrochen werden», sagt eine Aadorferin beim Anblick der Maschinen. Die Bauten hätten sich doch bestens für eine Umnutzung geeignet, etwa für kulturelle Veranstaltungen, für alternative Kunst, für ein Beizli, einen Alters- oder Jugendtreff, wie etwa in der Roten Fabrik in Zürich oder dem Eisenwerk in Frauenfeld. Mit dieser Ansicht ist die Aadorferin nicht allein. Doch Investoren liessen sich dafür nicht finden, und die öffentliche Hand hat keine Mittel, um solche Träume zu verwirklichen. «Wir haben die Erhaltung der nicht schützenswerten und zudem baufälligen Backsteingebäude mit den unschönen Anbauten aus den 60er-Jahren geprüft. Doch das erwies sich alles aus wirtschaftlicher Sicht als untragbar», sagt Eigentümer Hans Baiter. «Aber ich empfinde in diesen Tagen natürlich auch einen Hauch von Wehmut», räumt der 58-Jährige ein. Rotburg bleibt unangetastet Er ist aber auch zufrieden, dass für das Areal eine «gute Lösung» gefunden worden ist. Bauvisiere kündigten ein Bauvorhaben schon seit einiger Zeit an. Eine Rückbaubewilligung bestand sogar schon seit einem Jahr, doch eine Einsprache verzögerte die Realisierung des Projekts. Nachdem die Einsprache zurückgezogen worden war, öffnete sich der Weg für die Ausführung. Das Vorhaben umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 46 Wohnungen: zwei mit je elf Wohnungen und eines mit zehn Wohnungen in Stockwerkeigentum. Dazu kommt ein weiterer Wohnblock mit 14 Mietwohnungen. Und dies an attraktiver zen­traler Lage. Die überbaute Fläche beträgt 5600 Quadratmeter. Die Häuser sind vom Aadorfer Architekturbüro Mathis Heider entworfen worden. Unangetastet bleibt das schmucke Wohnhaus Rotburg an der Morgentalstrasse 10, Wohnsitz des Liegenschafteneigentümers Hans Baiter. Er hofft, dass die ersten beiden Häuser der neuen Wohnüberbauung Châtelstrasse im Frühjahr 2017 bezogen werden können.

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