Seuzach

Der Besuch der Bergler

Der Markt der Partnergemeinde Avers in Seuzach am Samstag war ein Publikumsmagnet. Die Freundschaft der Flachländer mit der Gemeinde hoch oben in den Bergen reicht tief.

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Aus der Sonne in den Nebel: Für den Avner Märt in Seuzach sind die rund 20 Avner Marktfahrer hinab ins anfangs noch nebelverhangene Seuzach getaucht. «Für den aufgestellten Anlass in Seuzach nehmen wir die Fahrt ins Unterland gerne unter die Räder», sagt Menga Platz, die in Avers-Juppa zusammen mit ihrem Mann einen Landwirtschaftsbetrieb betreibt. An ihrem umlagerten Stand decken sich viele Besucher mit einer Bündnertorte oder dem hausgemachten Chümischnaps ein. Eine backerfahrene Käuferin sagt nach der Degustation der Bündnertorte: «So gelingt sie mir nie.» Und schon fasst ihr Begleiter den Auftrag, eine Torte für den Sonntagsbesuch zu kaufen.

Die acht Fraktionen der Gemeinde Avers liegen zwischen 1668 und 2126 Meter über Meer, wobei Juf die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung Europas ist. Seit 2012 besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden: hier Seuzach mit rund 7300 Einwohnern, dort das Avers mit knapp 170. Die Seuzacher Gemeindepräsidentin Katharina Weibel betont in ihrer Begrüssung, wie wichtig für sie gerade dieser grosse Unterschied ist, «denn wir können vom Avers lernen, wie man eine kleine Gemeinde führen muss, damit das Zusammenleben funktioniert». Darum gehört für Weibel der regelmässige Austausch mit den Behörden im Avers ebenso zur gelebten Partnerschaft wie der Avner Märt oder die Leserreisen der Seuzi Zytig ins Avers.

Positives Echo motiviert Organisatorinnen

Im Chrebsbachsaal freuen sich Monika Fritschi und Sabine Maurus, die Organisatorinnen von der Kulturkommission Seuzach, über den grossen Publikumsaufmarsch. Die Tische sind dicht besetzt, um die Verkaufsstände drängen sich die Besucher und vor dem Stand des Männerchors wartet eine lange Schlange hungriger Gäste auf einen Teller Steinpilz-Risotto. «Das positive Echo der Seuzacher Bevölkerung motiviert», freut sich Monika Fritschi. Und wann steht der nächste Avner Märt im Programm? «In zwei, drei Jahren – denn 2019 ist wieder der Seuzi Märt an der Reihe.»

Die Vielfalt der angebotenen Spezialitäten ist gross. Hier lockt Bergkäse aus Ziegen- und Kuhmilch, dort geräucherter Salsiz aus Schaf- und Alpschweinfleisch. Für Gesundheitsbewusste empfiehlt Biolandwirt Andy Heinz ein Glas Alpenrosen-Bienenhonig, während am nächsten Stand Murmeliöl und Ringelblumen-Salbe angeboten werden.

«Arvenholz macht glücklich»

Fritz Clavadetscher bietet Geschenk- und Haushaltartikel aus Arvenholz an, «das hat eine beruhigende Wirkung und macht glücklich». Glücklich ist auch, wer sich die Zeit nimmt, dem Avers einen Besuch abzustatten. Das erfährt man am Stand von Viamala-Tourismus, wo man sich über Schneeschuhtouren ebenso informieren kann wie über Wanderungen im Avers.

Der Rundgang durch die Stände wird begleitet von der Musik der Kapelle Oberland, in der Kurt Patzen, Averser Gemeindepräsident, mit den Ton angibt. «Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Avner Märt in Seuzach, denn hier fühlen wir uns wie zuhause, wobei ich das Avers natürlich nie verlassen werde!» (Landbote)

Erstellt: 18.11.2018, 15:03 Uhr

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