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Der Bundesrat setzt auf Anreize und höhere Renten

Es ist nicht so, dass der Bundesrat in Sachen Rentenalter die Hände in den Schoss legt und gar nichts tut. Auch er hat das Ziel, die Leute dazu zu animieren, länger zu arbeiten. So will er das Rentenalter der Frauen von 64 auf 65 Jahre anheben. Frauen müssten ein Jahr länger arbeiten als bisher, um eine volle AHV-Rente zu erhalten. Eine verbindliche Erhöhung des Rentenalters über 65 hinaus lehnt die Landesregierung im Unterschied zur Wirtschaft aber ab. Stattdessen setzt sie auf sanfte Anreize. Konkret will der Bundesrat die Pensionierung zwischen 62 und 70 Jahren flexibler gestalten und insbesondere den Bezug von Teilrenten und damit einen «gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand ermöglichen. Zudem will der Bundesrat in der 2.Säule die Untergrenze höher ansetzen: Heute liegt der frühestmögliche Zeitpunkt für die Pensionierung bei den Pensionskassen bei 58 Jahren. Neu soll hier wie bei der AHV grundsätzlich niemand eine Altersrente vor 62 beziehen können; Ausnahmen sollen möglich sein, für die Baubranche zum Beispiel. Das Konzept der Wirtschaft und jenes des Bundesrats unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt: Wenn die Anreize des Bundesrats wirken und jemand über 65 hinaus arbeitet, erhält er künftig eine höhere AHV-Rente als heute. In der Variante des Arbeitgeberverbands erhielte man die volle AHV-Rente auf bisherigem Niveau erst beim Erreichen des neuen Rentenalters von voraussichtlich 67. fab

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