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Der dreifache Mueller

kloten. Die Kloten Flyers fanden dank ihres Amerikaners Peter Mueller zum Siegen zurück: Er schoss alle Tore zum 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) gegen Zug.

Die Flyers zitterten und zauderten – zum Glück für sie aber nur die ersten zehn Minuten. Dann steigerten sie sich immerhin so weit, dass sie den Erfolg über einen mittelmässigen EV Zug als verdient abbuchen konnten. Nach drei Niederlagen in Folge waren die drei Punkte höchst willkommen. Da von den Teams hinter den Klotenern ausser Zug, Genf-Servette sowie Rapperswil alle gewannen, hätte eine Niederlage in der Rangliste negative Auswirkungen gehabt und in der Chefetage wohl für weitere Unruhe gesorgt. Nun aber sind die Flyers nur zwei Punkte hinter Platz vier und dem HC Davos.

Zweiter Hattrick

Das ermöglichte ein überragendes Duo: Matthias Bieber und Peter Mueller, der rechte und der linke Flügel der ersten Sturmlinie. Mueller erzielte seine Saisontore Nummer 13, 14 und 15. Er musste einige Zeit überlegen, doch er wusste dann doch noch, wann er zuvor einen Hattrick erzielt hatte. «Das war in meinem ersten NHL-Jahr mit Phoenix gegen Calgary und Goalie Miikka Kiprusoff.» Dieser bis gestern erste und einzige Hattrick im Profi-Eishockey liegt schon sechs Jahre zurück.

Mueller lobte vor allem den Mann, der zu jedem Tor den letzten Pass gab. «Bieber ist einfach unglaublich schnell und talentiert, wir verstehen uns immer besser.» Der erste Treffer Muellers zum 1:1 nach 16 Minuten war noch keine «geplante» Aktion, nach einem Scheibengewinn schoss Bieber sehr schnell, Eero Kilpeläinen liess auf die Seite abprallen – der 25-jährige Amerikaner stand bereit für den ersten Einschuss des Abends. Im Mitteldrittel profitierte er von einem perfekten Zuspiel Bie­bers, er kam im Powerplay frei zum Schuss. Und wenn er nicht gestört wird bei der Schussabgabe, dann trifft er höchst präzise. Er setzte den Puck exakt in die rechte Ecke Kilpeläinens. Das 3:1 war dann schon fast ein Kunststück. Er brachte den Puck, von Bieber quergespielt, aus dem «Nullwinkel» über die Linie. «Entweder via Goalie oder dann via Oberarm meines Gegenspielers, ich weiss nicht genau. Aber das spielt keine Rolle, manchmal geht der Puck einfach deinen Weg.»

Das einfache Spiel

Mueller vergass aber nicht, auf das hinzuweisen, was jeder Spieler in einem solchen Moment auch sagt. «Eishockey ist ein Teamsport, es war vor allem wichtig, dass wir diesen Match gewannen. Und es war wichtig, wie wir gespürt haben, dass wir einfache Dinge machen müssen. Nicht nur unsere Linie, alle vier haben sich auf das einfache Spiel konzen­triert, den Puck aufs Tor gebracht.» Das ergebe zwangsläufig Chancen.

Seit der Nationalteampause erzielte Mueller neun Tore – das ist exakt die Hälfte aller Klotener Treffer in dieser Phase von neun Partien. An Punkten holten sie aus neun Matches nun immerhin mehr als einen pro Partie, nämlich deren zehn. Am Wochenende kommen die Rapperswil-Jona Lakers nach Kloten, wenn die Flyers da eine zweite Heimblamage gegen die St. Galler verhindern, könnten sie sogar am Sonntag gut genug sein, um die ZSC Lions zu fordern.

Der EV Zug demonstrierte gestern, bei der bereits dritten Niederlage gegen die Flyers, eine gewisse Ratlosigkeit. Das 1:0 kombinierte er noch locker heraus, dann aber kam nicht mehr viel von den Zentralschweizern. Trotz (oder wegen) der ständigen Umstellungen von EVZ-Trainer Doug Shedden.

Klotens Coach Felix Hollenstein sah neben Mueller und Bieber auch Goalie Gerber als wichtigen Faktor zum Sieg. Und er schätzte den Abend richtig ein, als er sagte: «Es gab viel Positives, aber nicht alles war gut.» Er zeigte sich immerhin überzeugt davon, dass seine Spieler nach diesem Schritt vorwärts nicht wieder zwei rückwärts machen.

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