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Der EHCW steht an einem Scheideweg

Im Heimspiel gegen Bellinzona muss ­ der EHC Winterthur heute ­ zu den defensiven Tugenden zurückfinden, die ihn lange ausgezeichnet haben.

Drei Wochen ist es her, seit der EHCW zum letzten Mal in der eige­nen Halle angetreten ist. Die dar­auf folgende Tournee mit den Auswärtsspielen gegen Wet­zi­kon (7:4), Dübendorf (1:2), Chur (1:3) und Arosa (8:2) war sowohl resultatmässig als auch spielerisch durch­zogen. «Wir haben die Gegen­tore hergeschenkt», kritisierte Trainer Markus Studer.

Während das gegen Aufsteiger Wetzikon und den Tabellenletzten Arosa folgenlos blieb, führte es zu schmerzlichen Niederlagen im Prestigeduell gegen Dübendorf und gegen Chur im Cup, der in Winterthur wichtiger genommen wird als andernorts. «Wir müs­sen unsere Positionen in der eigenen Zone wieder bewusster suchen», fordert Studer von seinem Team. Er verlangt eine Rückkehr zur Systemtreue und wieder mehr taktische Disziplin. «Nachdem es uns zu Saisonbeginn gut gelaufen ist, sind wir etwas zu ­leger geworden.»

Studer nimmt diese ungute Tendenz zurecht ernst. In einem gewissen Sinne sind die Winterthurer nämlich an einem Scheideweg. Gelingt es ihnen, zu ihren defen­siven Tugenden zurückzufinden und diese zu stabilisieren, dann ist Studers Team ein ganz heisser Aspirant auf den Titel­gewinn in der Ostgruppe. Denn, um Meisterschaften zu gewinnen, braucht es Stabilität in der eigenen Zone. Gelingt es aber nicht, dann bleibt der EHCW von der Torproduktion abhängig. Läufts den Stürmern (wie in Wetzikon), dann gewinnt er trotz defensiver Mängel. Wenn nicht (wie in Dübendorf und Chur), dann verliert man eben.

Bellinzona auswärts stark

Der Match heute (17.30 Uhr) gegen Bellinzona ist zweifellos eine gute Gelegenheit, um die Wei­chen richtigzustellen. Denn die Tessiner stehen auf Rang 5 und brauchen im Kampf um den Einzug in die Masterround jeden Punkt. Im Tessin gewann der EHCW 4:1, doch auswärts ist Bel­lin­zona eindeutig stärker. Vier von bisher fünf Spielen auf fremdem Eis gewann das Team von Nicola Pini, auch in Frauenfeld und Dü­ben­dorf. Nur im Derby in Bi­asca gabs mit 1:9 eine herbe Niederlage. «Ihr Spiel mit dem sehr starken Goalie Ivan Mantegazzi, mit schnellen Kontern und einem ­guten Powerplay kommt aus­wärts noch besser zum Tragen als zu Hau­se», sagt EHCW-Trainer Studer über die erstaunliche Bilanz der Tessiner. Für seine eigene Mannschaft heisst das: Sie muss nicht nur defensiv überzeugen, sondern auch vor Mantegazzi viel «Verkehr» produzieren. uk

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