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Der EHCW und der Ernst des Toreschiessens

Wie schon vor der Pause gegen Frauenfeld verlor der EHCW auch gegen Bellinzona 1:2, weil er die Chancen nicht nutzte.

Stau am Gubrist – davon waren gestern viele betroffen, auch Eishockeymannschaften. Der Unterschied zwischen den GDT Bellinzona und den Kloten Flyers war, dass dem Erstliga-Klub auf dem Weg nach Winterthur natürlich keine Polizeieskorte gewährt wurde wie dem Cupfinalisten in Bern. Dafür profitierten die Tessiner von den Lotsendiensten des ortskundigen EHCW-Trainers Markus Studer, weshalb die Partie in der Deutweghalle um Viertel vor neun mit 45 Minuten Verspätung dann doch beginnen konnte. Wieder nur 15 Spieler Als die Zuschauer die Tessiner dann einmarschieren sahen, wurden wie schon beim letzten Besuch im November nur 13 Feldspieler und zwei Torhüter gezählt. Trotzdem hatte der EHCW damals 5:6 verloren. Die Winterthurer hätten also gewarnt sein müssen. Das waren sie auch – irgendwie. Davon zeugte das Tempo, das sie zu Beginn vorlegten. Bellinzona war fast ausschliesslich mit Defensivaufgaben beschäftigt, löste die aber nicht einmal sonderlich gut. Jedenfalls kam der EHC Winterthur fast im Minutentakt zu Chancen. Nur, und das war eben die andere Seite der Vorstellung, die er gestern bot, irgendwie schienen die Winterthurer eben auch nicht gewarnt zu sein, zumindest nicht genügend. Die Möglichkeiten wurden wie schon beim 1:2 gegen Frauenfeld vor zehn Tagen noch und noch vergeben, oftmals hätte man sich einen konsequenteren und direkteren Abschluss gewünscht. Dass Bellinzona kurz vor Ende des ersten Drittels eine Nachlässigkeit in der Winterthurer Defensive durch Massimo Jamusci zum 0:1 ausnutzte, verwunderte nicht. Denn die Tessiner hatten schon vorher immer wieder mal einen Nadelstich gesetzt. Nur das 0:1 beantwortet Immerhin – das 0:1 glich Fabian Hurter nur eine Minute später aus. Dennoch ging die Partie nicht so weiter, wie es sich die Winterthurer gewünscht hätten. Vielmehr entwickelte sie sich vom zweiten Drittel an zu einer zähen Sache. Das Spiel des EHCW zerfiel, wurde fahrig und ohne Linie. Daran änderte sich nichts mehr. Zwar ergaben sich auch in den letzten 20 Minuten genügend Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden. Doch dem EHCW fehlte im Abschluss die nötige Ernsthaftigkeit. Man kann nicht von hinten nach vorne laufen und dann drüberschiessen, oder alleine vor dem Tor nochmals einen Querpass zum schlechter postierten Spieler schieben. Macht man es doch, wird man bestraft. Das übernahm in der 53. Minute Egon Albisetti, indem er das Siegestor für Bellinzona erzielte. Die Antwort des EHCW blieb wie schon gegen Frauenfeld aus. Urs Kindhauser EHCW – GDT Bellinzona 1:2 (1:1,0:0, 0:1) Deutweg. – 465 Zuschauer. – SR: Maddaloni, Rüegg/Dittli. – Tore: 18. (17:33) Jamusci (Filippo Guidotti, Masa) 0:1. 19. (18:35) Hurter (Vesely) 1:1. 53. Albisetti (Pol) 1:2. – Strafen: 2x2 gegen den EHCW, 3x2 gegen Bellinzona. – EHCW: Oehninger; Gähler, Steven Schmid; Hurter, Moser; Grolimund, Wollgast; Zuber, Wuffli; Aerni, Homberger, Geiser; Vesely, Ziegler, Rezek; Loser, Theodoridis, Beeler; Brunner, Huber, Staiger. – Bellinzona: Mantegazzi; Gianella, Spinetti; Faretti, Sebastiano Guidotti; Filippo Guidotti, Masa, Jamusci; Pol, Bianchi, Albisetti; Patrick Schmid, Juri, Pedrani. – Bemerkungen: EHCW ohne Tonndorf und Celio (verletzt) sowie Rieser (krank). Spielbeginn wegen Stau von 20.00 auf 20.45 verschoben. 57:31 Timeout EHCW. EHCW ab 58:30 ohne Torhüter.

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