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Der EHCW will definitiv in die Nationalliga B

zusätzliche 800 000 Franken werden benötigtDer EHC Winterthur will nächstes Jahr in der NLB spielen. Notfalls auch dann, wenn die Kloten Flyers aus der NLA absteigen sollten.

Beim EHC Winterthur hat man die wichtigsten Abklärungen getroffen und entschieden: Nächste Saison soll in der NLB gespielt werden. Gestern, vor dem Playoff-Halbfinal gegen Bellinzona, wurden die Mitglieder des Römerclubs, der Sponsorenvereinigung des EHCW, informiert. Anwesend waren seitens der Kloten Flyers, die das Partnerteam in der NLA sein werden, CEO Matthias Berner und der ehemalige Sportchef André Rötheli, der in das Projekt involviert ist. Der Römerclub bekam zu hören, dass der EHCW auf jeden Fall eigenständig bleibt, also nicht ein Farmteam der Flyers wird. Eine solche Lösung wird bei den Rapperswil-Jona Lakers und beim SC Herisau diskutiert. Das will man beim EHCW nicht. «Wir müssen zuerst 100 000 Franken für eine AG aufbringen. Das sind Namensaktien und 51 Prozent davon werden in der Hand des EHC Winterthur sein», erklärte EHCW-Sportchef Erwin Füllemann. Füllemann rechnet mit einem NLB-Budget von 1,4 Millionen Franken fürs Fanionteam. Das braucht derzeit rund 600 000 Franken. Es werden also zusätzlich 800 000 Franken benötigt. Rund die Hälfte davon hofft der EHCW bei Gönnern zu finden. Der Rest soll aus Zuschauer- und TV-Einnahmen sowie Werbung zusammengetragen werden. Gespräche mit möglichen Geldgebern haben zu laufen begonnen. Mit diesem Geld lässt sich keine Profitruppe finanzieren, so viel ist klar. «Es wird bei uns die Möglichkeit geben, Teilzeit im Beruf weiterzuarbeiten», sagte Füllemann. Zehn bis zwölf Spieler aus dem aktuellen Kader seien dazu bereit. Einen weiteren Block hofft Füllemann aus ambitionierten jungen Spielern zusammenstellen zu können. Und natürlich rechnet der EHCW-Sportchef mit Spielern aus Kloten. Diese Form der Zusammenarbeit bestätigte auch Rötheli: «Wir müssen in Zukunft ein Partnerteam in der NLB haben. Wir können Know-how einbringen und wir haben Spieler, die für die NLA noch nicht reif sind oder aufgebaut werden müssen. Sie sollen in Winterthur spielen.» Füllemann geht davon aus, dass er aus Kloten einen Block erhält. Nicht vogesehen sind dagegen Ausländer. «Zu teuer», sagt Füllemann. Die grosse Frage war bis anhin: Was passiert, wenn Kloten in die Nationalliga B absteigen sollte? Rötheli wollte davon nichts wissen. «Das wäre ein Worst-case-Szenario, an das wir nicht denken.» Zumindest sollte es kein grundsätzliches Hindernis sein, wenn unerwarteterweise beide Teams in der NLB spielen würden. «Wir wollen auf jeden Fall dabei sein», sagte Füllemann. Am 20. März ist Meldeschluss für die NLB. Diesen will der EHCW wahrnehmen, auch wenn man dann möglicherweise noch nicht weiss, in welcher Liga die Flyers spielen.

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