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Der FC Barcelona zu harmlos

Madrid. Die Halbfinals der Champions League werden erstmals seit 2007 ohne den FC Barcelona stattfinden. Die Katalanen verloren das Rückspiel in Madrid gegen Atletico mit 0:1. Das Hinspiel hatte 1:1 geendet.

Atletico war letztmals vor 40 Jahren unter die Top 4 des europäischen Klubfussballs vorgestossen. Damals hatte die Champions League noch Meistercup geheissen und Atletico stand im Final gegen … Bayern München. Georg Schwarzenbeck glich für die Münchner in der 120. Minute zum 1:1 aus, und im Wiederholungsspiel siegten die Bayern 4:0.

Diesmal hat Atletico den Final zwar noch nicht erreicht, aber den Rot-Weissen gelang schon im Halbfinal ein Coup. Mit dem FC Barcelona warfen sie einen Dauergast in den Champions-League-Halbfinals aus dem Wettbewerb. «Barça» muss also in dieser Saison einen wichtigen Titel abschreiben. Und Atletico könnte nun auch in der Primera División zum Spielverderber werden.

Atleticos Startfurioso

Die Vorzeichen waren nicht gut gewesen für Atletico Madrid. Die Mannschaft von Diego Simeone hatte vor der Partie einen herben Rückschlag zu verkraften. Denn Starstürmer Diego Costa konnte nicht mittun. Seine Oberschenkelverletzung erlaubte keine Aufnahme ins Aufgebot. Trotz dieser Schwächung der Offensive zündete Atletico, angetrieben von einem frenetischen Publikum, ein wahres Startfeuerwerk. Koke, ein Eigengewächs, schoss bereits in der 5. Minute das 1:0. Die Vorarbeit hatte Diego Costas Ersatzmann Adrian Lopez geleistet. Und nach 19 Minuten hatte Atletico schon drei Aluminium-Treffer auf dem Konto. David Villa, früher in Diensten von «Barça», war je einmal an Pfosten und Latte gescheitert.

Atletico konnte diesen hohen Rhythmus nicht über die ganze Spieldauer aufrechterhalten. Dies eröffnete dem FC Barcelona mehr Möglichkeiten. Die Katalanen konnten sich nach und nach Luft verschaffen und sich ein klares Plus beim Anteil Ballbesitz aneignen. Die zwingenden Torchancen der Gäste waren aber am Ende an einer Hand abzuzählen. Zu den gefährlichsten Aktionen zählten die Kopfbälle von Lionel Messi (13.) und Neymar (78.). Ansonsten verpuffte die früher oft gezeigte Kunst wirkungslos. Es mangelte an Ideen. Und je länger die Partie dauerte, desto schwieriger wurde es, weil sich Atletico einigelte und auf Konter beschränkte. Die Mauer der Platzherren sollte bis am Schluss halten. (si)

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