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Der FC Zürich rückt Europa immer näher

Genf. Der FC Zürich hat den Aufwärtstrend in der Rückrunde fortgesetzt. In der 24. Runde gewann der FCZ bei Servette dank eines späten Tores 2:1.

Vor der Winterpause lagen nur gerade sechs Punkte zwischen Schlusslicht Servette und dem FCZ, nun sind es deren 17. Für Zürich rückt nach dem fünften Sieg im sechsten Auftritt die Europacup-Teilnahme immer näher. Der Rückstand auf das viertklassierte Sion beträgt nur noch drei Zähler. Jene Stimmen, die FCZ-Coach Urs Meier keinen Kredit gaben, sind mittlerweile verstummt. Das Selbstverständnis durch die positive Serie reicht, im Gegensatz zu den Auftritten in der Vorrunde, mittlerweile aus, um Geduldsproben erfolgreich zu überstehen.

Als solche durfte das Auswärtsspiel gegen Servette durchaus bezeichnet werden. Denn die Genfer taten nach dem Ausgleich nicht mehr allzu viel dafür, die Partie zu gewinnen, und agierten noch defensiver als zuvor. Das Hands von Raphael Koch im eigenen Strafraum und den daraus resultierenden Penalty nutzte Goran Karanovic zum 1:1. Viel mehr hatte Servette, das seit 2004 kein Heimspiel gegen den FCZ mehr gewonnen hat, nicht zu bieten.

Vielleicht war es Gerechtigkeit für das streng geahndete Vergehen gegen Koch, dass der FCZ in der letzten Minute zum Siegtor kam. Trainer Meier hatte nach 84 Minuten Adis Jahovic eingewechselt, der Mazedonier sorgte für den sechsten Zürcher «Jokertreffer» der Saison, indem er den Ball über Servettes Goalie Barroca und dann per Kopf ins Tor hob. Bei beiden FCZ-Toren hatte Yassine Chikhaoui die Füsse im Spiel.

Nächste Enttäuschung für YB

Die Partie zwischen den Young Boys und Sion (0:0) war kein Leckerbissen. Der sehr ereignisarme Match war geprägt von der Taktik. Man merkte beiden Teams an, dass sie momentan mit vielen Problemen beschäftigt sind. Im Stade de Suisse grassierte die Angst vor dem Verlieren. Kein Klub hätte einen «Dreier» verdient gehabt.

Die aussichtsreichste Torgelegenheit bot sich Alexander Farnerud. Der schwedische Mittelfeld-Regisseur der Young Boys durfte in der 57. Minute einen Foulpenalty treten, nachdem sich Arnaud Bühler gegen Christian Schneuwly ungeschickt angestellt hatte. Doch Farnerud scheiterte an Andris Vanins. YB setzte in der Offensive kaum Impulse, und Sion war bloss unwesentlich gefährlicher.

Die Walliser konnten erst zum zweiten Mal in dieser Rückrunde punkten. Für die zuletzt heimstarken Young Boys war es in der Meisterschaft der erste Punktverlust im eigenen Stadion seit dem 18. November. Wenn die Berner nun auch zu Hause Schwächen offenbaren, wird die Position von Trainer Martin Rueda immer wackliger.

St. Gallens Besle mit Köpfchen

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Thun Mitte der Woche hat der FC St. Gallen mit einem ungefährdeten 3:1-Heimsieg gegen Lausanne auf die Erfolgsspur zurückgefunden und den dritten Tabellenplatz gefestigt. Der Sieg stand im Prinzip bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde fest. Die Geschichte der Partie schrieben mehrere Akteure. Einmal Sébastien Wüth­rich, der in seinem ersten Einsatz für St. Gallen von Beginn weg erstmals traf. Oder Stéphane Besle, der nach verbüsster Sperre in die Mannschaft zurückkam und die Tore zum 2:0 und 3:0 erzielte. Der französische Innenverteidiger, durch dessen Rückkehr (ebenso wie durch Captain Montandon und Janjatovic im defensiven Mittelfeld) mehr Stabilität zu erkennen war, stand nach Eckbällen zweimal am richtigen Ort und traf beide Male per Kopf. (si/red)

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