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Der FCZ behauptet sich in St. Gallen

ST. Gallen. Nach einer turbulenten Schlussphase gewinnt der FCZ in St. Gallen 2:1 und behauptet sich damit auf einem Europacup-Platz.

Der FC Zürich feierte in St. Gallen einen ebenso unerwarteten wie glücklichen 2:1-Erfolg, dank dem er den 5. Rang behaupten konnte, obwohl auch die Konkurrenz gewann. Unerwartet war der Sieg, weil die Zürcher im dritten Viertel der Meisterschaft gegen alle drei Topteams der Super League verloren hatten. Und glücklich, weil St. Gallen zur Pause nie hätte 0:1 zurückliegen dürfen und weil Schiedsrichter Stephan Studer dem Heimteam kurz vor dem Anschlusstor zum 1:2 ein Tor wegen angeblichen Offsides aberkannte und bei einem Gerangel im FCZ-Strafraum zwischen Loris Benito und Mikael Ishak nicht auf Penalty entschied.

Der FCZ ging in der 17. Minute mit seiner einzigen Strafraumszene der ersten Halbzeit in Führung: Ein Freistoss Stjepan Kukuruzovics von der Seite, von Kristian Nushi an Amine Chermiti unnötig verursacht, fand via Pfosten den Weg ins Tor. Danach aber war St. Gallen klar überlegen und hätte ausgleichen müssen. Oscar Scarione traf in der 25. Minute nur den Pfosten, Franck Etoundi scheiterte im Nachschuss an David Da Costa, dessen gute Paraden dem FCZ letztlich den Sieg sicherten. Weil sie den Ball immer wieder früh verloren, kamen die Zürcher bis zur Pause immer mehr unter Druck. Doch der für den verletzten Etoundi eingewechselte Ishak scheiterte an Da Costa und Benito blockte einen Schuss von Oucine Nater, womit es bei der Führung des FCZ blieb.

In der zweiten Halbzeit hatte das Team von Urs Meier den Match deutlich besser im Griff und hätte souveräner gewinnen können, zumal Chermiti in der 78. Minute nach einem Dribbling Drmics auf 2:0 erhöhte. Es gelang den Zürchern bis kurz vor Schluss, das Heimteam vom eigenen Tor mehr oder weniger fernzuhalten, sieht man von einem Kopfball Philippe Montandons unmittelbar vor dem 0:2 ab. Dann aber geriet der Zürcher Sieg nochmals in Gefahr: In der 87. Minute beging Da Costa seinen einzigen Fehler, indem er einen Schuss Nushis nach vorn abprallen liess. Ishak war für den Nachschuss zur Stelle, doch sein Treffer wurde nicht gegeben, weil der Assistent den Schweden bei Nushis Schuss im Offside wähnte. Das spielte eine bedeutende Rolle, denn Scarione konnte in der 90. Minute Da Costa doch noch zum 1:2 bezwingen. Dabei bliebs aber, was bedeutet: Der FCZ kann zwar auch gegen einen aus den Top drei der Liga gewinnen. Aber er braucht dazu das Wettkampfglück, das er in den vorangegangenen Vergleichen nicht immer hatte.

Berner Reaktion

Für den FCZ war der Auswärtssieg wichtig, denn nach Thun am Samstag gewann mit den Young Boys auch der andere Konkurrent um den 5. Rang. Die Berner feierten mit dem 3:1 gegen das nun seit vier Runden punktlose Lausanne den ersten Erfolg nach dem 3. März. Vor gut 13 000 Zuschauern erzielte Moreno Costanzo mit einem von Ibrahim Tall naiv verschuldeten Foulpenalty das 1:0. Das Tor des Tages markierte Elsad Zverotic in der zweiten Hälfte. Der Montenegriner drosch den Ball aus schwierigem Winkel zum 2:0 ins Lattenkreuz. Lausanne spielte bis zur Beschönigung des Resultats (durch Jocelin Roux in der Nachspielzeit) keine Rolle – im Duell mit einem Team, das zuvor in sechs sieglosen Partien nur drei Punkte gewonnen hatte.

Zu viel Wasser in Genf

Servette blieb eine Verbesserung der ungemütlichen Lage unverschuldet verwehrt. Weil heftige Regenfälle den Platz fluteten, ordnete Schiedsrichter Stephan Klossner eine Verschiebung des Derbys gegen Sion an. Mehrere Tausend Zuschauer reisten vergeblich an. Der Genfer Präsident Hugh Quennec will eine technische Analyse vornehmen lassen. «Sollten Mängel zum Vorschein kommen, müssen wir die Konsequenzen ziehen», ärgerte sich Quennec über die mutmasslich ungenügende Pflege des Spielfeldes. (red/si)

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