Winterthur

Der «Grünraum» zieht ins alte Portierhaus

Samantha Bühlers Blumengeschäft im Sulzer-Areal muss einem Outdoor-Shop weichen. Nach langer Suche fand sie den idealen Ort für den Neuanfang direkt über der Strasse.

Seit zwei Jahren steht das Portierhäuschen der Firma Wärtsilä leer. Nach der Renovation soll hier der Blumenladen von Samantha Bühler erblühen.

Seit zwei Jahren steht das Portierhäuschen der Firma Wärtsilä leer. Nach der Renovation soll hier der Blumenladen von Samantha Bühler erblühen. Bild: Marc Dahinden

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Vor zwölf Jahren war der Blumenladen «Grünraum» eines der ersten Geschäfte, die sich ins damals noch recht brach liegende Sulzer-Areal vorwagten. Trotz der schwierigen Lage schlug er hier Wurzeln. Doch damit ist bald Schluss. Der Mietvertrag läuft aus, spätestens im Sommer 2018 muss der Laden geräumt sein. Das Outdoor-Geschäft «Transa» nebenan will sich vergrössern. Viele Monate hatte Geschäftsführerin Samantha Bühler nach einem neuen Standort gesucht. Jetzt wurde sie fündig, und zwar direkt gegenüber, jenseits der Zürcherstrasse.

Ein Pavillon mit Potenzial

«Jeden Tag gucken wir von der Kasse aus auf das alte Portierhäuschen der Wärtsilä», sagt Bühler. Bis vor zwei Jahren war im einstöckigen Bau noch ein Kopiergeschäft von Optimo eingemietet, seither steht der Pavillon leer. Je länger Bühler drüber nachdachte, desto mehr Potenzial erkannte sie in dem ungewöhnlichen Objekt. Das Häuschen selbst ist mit 70 Quadratmetern zwar nicht gross, doch unter dem Säulendach liegt noch ein Mehrfaches an Fläche brach. Im Herbst fragte Bühler die Arealbesitzerin Allreal und die Verwaltung, Auwiesen Immobilien, an. «Sie hatten dort eigentlich geplant, einen Gastro-Betrieb anzusiedeln», sagt Bühler. «Doch die Aussicht, ein bereits erfolgreiches Unternehmen mit seinem Kundenstamm als Mieter zu gewinnen, hat sie überzeugt.»

Gemeinsam mit einem Architekten wurde eine pfiffige, funktionale Lösung ausgeheckt. Der Pavillon wird renoviert und mit einem einfachen Trick wird die Ladenfläche fast verdoppelt. Dort wo heute eine Treppe abwärts zu einem nicht mehr benutzten Kellereingang von Wärtsilä führt, werden zwei Glaswände eingezogen, es entsteht ein Wintergarten. Die Treppe verschwindet nicht ganz. Sie wird verschmälert und führt zur alten Unterführung Richtung Sulzer-Areal. Seit dem Bau des Superblocks ist sie eine Sackgasse. Hier, unter Winterthurs meistbefahrener Strasse, kann der Grünraum sein Lager einrichten.

Endlich Parkplätze

Unter dem viele Meter breiten Vordach ist sogar Platz für eine grosse Aussen-Begrünung. «Hier können wir eine ganze Terrasseneinrichtung vorzeigen», sagt Bühler. Der grösste Vorteil des künftigen Standorts ist aber die Verkehrsanbindung. Nicht nur liegt die Bushaltestelle direkt vor der Tür, zum Geschäft gehören auch zwei Kundenparkplätze. «Die haben wir auf der anderen Strassenseite immer schmerzlich vermisst», sagt die junge Unternehmerin. Grosse, schwere Pflanzbehälter transportieren die Kunden halt doch am liebsten per Auto. Demnächst wird das Baugesuch eingereicht. Wenn alles optimal klappt, könnte der Grünraum schon per 1. Oktober die Strassenseite wechseln.

(Landbote)

Erstellt: 05.04.2017, 15:45 Uhr

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