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Der Himmel über Berlin

Mit dem Grönland-Drama «Nobody Wants the Night» mit Juliette Binoche ist gestern die 65. Berlinale eröffnet worden.

Der Eröffnungsfilm der spanischen Regisseurin Isabel Coixet ist inspiriert von einer wahren, dramatischen Lebensgeschichte. Oscarpreisträgerin Binoche («Clouds of Sils Maria») spielt darin Josephine Peary, die 1908 ihrem Mann, dem Arktisforscher Robert Peary, ins ewige Eis nachreist. Zu dem Festival werden Stars wie Nicole Kidman, Robert Pattinson, Natalie Portman, Helen Mirren, James Franco und Ian McKellen erwartet.

Der Präsident der Jury ist Regisseur Darren Aronofsky («Black Swan»). Jurymitglieder sind der deutsche Schauspieler Daniel Brühl, die französische Darstellerin Audrey Tautou, der US-Autor, Regisseur und Produzent Mat- thew Weiner, die Produzentin Martha De Laurentiis, der koreanische Regisseur Bong Joon-ho und die peruanische Regisseurin Claudia Llosa.

Insgesamt bewerben sich 19 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Die Schweiz ist mit «Vergine giurata» der italienischen Regisseurin Laura Bispuri vertreten, der unter anderem vom Tessiner Fernsehen mitproduziert wurde. Teilhaben darf die Schweiz auch am Wettbewerbsbeitrag «Als wir träumten» des Deutschen Andreas Dresen, spielt doch darin der Schweizer Joel Basman eine der Hauptrollen.

Besonders stark ist die Schweiz in der Sektion «Panorama». Dort sind Stina Werenfels’ «Dora oder Die sexuellen Neurosen unserer Eltern» und Samirs 3-D-Familiendoku «Iraqi Odyssey» zu sehen. Dazu kommen acht Schweizer Filme in kleineren Sektionen. Unter anderem zeigt Ursula Meier in der Sektion «Generation K+» den Kurzfilm «Kacey Mottet Klein, naissance d’un acteur» über den Jungstar aus ihren Filmen «Home» und «Sister».

Alles wird gut

Als «Shooting Star des Jahres» ist der Basler Sven Schelker an die Berlinale geladen worden. Er spielte im Dokudrama «Der Kreis» seine erste Filmrolle. Der 25-Jährige ist En­sem­blemitglied am Thalia-Theater Hamburg. Die «Shooting Star»-Plattform an der Berlinale ermöglicht jungen Schauspielern neue Engagements im Film. Carlos Leal beispielsweise wurde dort 2005 für eine Nebenrolle im Bond-Film «Casino Royale» entdeckt.

Wim Wenders («Pina», «Der Himmel über Berlin») wird dieses Jahr mit dem Ehrenbären ausgezeichnet. Er zeigt seinen neuen Film «Every Thing Will Be Fine» mit James Franco und Charlotte Gainsbourg, den einzigen 3-D-Film im Wettbewerb, ausser Konkurrenz.

Für Aufregung sorgte schon im Vorfeld die Premiere der Bestseller-Verfilmung «Fifty Shades of Grey» mit den Jungstars Dakota Johnson und Jamie Dornan. Der Film wird am 11. Februar in Berlin als internationale Premiere gezeigt. Tags dar­auf startet er in den Kinos. sda

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