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Der Kanton will sich im Inneren Lind ausbreiten

Mehr Platz für die Anwälte und eventuell ein grösseres Gefängnis: Regierungs- und Stadtrat haben sich über einen grossen Landverkauf geeinigt. Bei der Stadt spricht man von einem Verhandlungserfolg.

Seit Jahren wird das 5920 Quadratmeter grosse Grundstück zwischen Lind- und Trollstrasse nur wenig genutzt. Die Stadt hat das Wiesenland entlang der Bahnlinie bisher Püntikern zur Verfügung gestellt, daneben stehen privat genutzte Garagen und Parkplätze. Nun will sie das Areal im Inneren Lind dem Kanton verkaufen, zu einem Preis von vier Millionen Franken. Der Regierungsrat plant darauf eine Erweiterung seiner Bezirksgebäude. Einerseits ist dies der «schwarze Block» an der Lindstrasse, Heimat der Staatsanwaltschaft, und andererseits das angrenzende, weissgestrichene Bezirksgefängnis. «Die Grundparzelle reicht nicht mehr aus», sagt Jörg Stoll, Portfoliomanager bei der kantonalen Baudirektion. «Der geplante Landkauf ist eine langfristige Investition, wir planen so, dass die Bezirksverwaltung auch in 30 Jahren noch genug Platz hat.»

Gibt es mehrere Gebäude?

Platz schaffen will der Kanton auch für die Jugendanwaltschaft. Diese ist seit Jahren im Exil an der Neuwiesenstrasse, sie soll näher ans Geschehen rücken. Noch sei das konkrete Bauvorhaben auf dem zusätzlichen Areal nicht skizziert, sagt Jörg Stoll. Die Umsetzung soll bis 2019 erfolgen. «Es könnten ein oder mehrere Gebäude entlang den Schienen zu stehen kommen.» Ebenfalls möglich ist laut der Baudirektion, dass das Gefängnis auf dem zusätzlichen Areal neu aufgebaut wird. «Langfristig ist auch eine Vergrösserung des Gefängnisses denkbar», sagt Stoll. «Dies ist derzeit aber noch unsicher.» Erst einmal geht man beim Kanton von einem Realersatz aus.Der Stadt als Landeigentümerin kommt der Buchgewinn von 3,5 Millionen Franken gelegen. Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) spricht von einem Verhandlungserfolg. «Der Kanton zog auch andere Standorte ausserhalb der Stadt in Betracht.» Entsprechend lange hätten die Verhandlungen gedauert. Die Vergrösserung der Bezirksverwaltung sei ein Gewinn, nicht nur wegen dem erzielten Verkaufspreis. «Für uns ist wichtig, dass die Arbeitsplätze entlang der Hermann-Götz-Strasse erhalten bleiben», sagt Beutler. «Neue Stellen, die im Rahmen des Ausbaus geschaffen werden, sind ebenfalls hochwillkommen.»

Püntiker müssen weg

Bis der Landverkauf im Trockenen ist, muss ihm der Gemeinderat zustimmen. Derzeit berät die Kommission, Gegenwind zeichnet sich nicht ab. Läuft alles nach Plan, will der Kanton noch dieses Jahr einen Projektwettbewerb ausschreiben und ein Siegerprojekt küren. Für die 21 Schrebergärten entlang den Gleisen wäre dies das aus. Damit müsse man leben, heisst es beim Püntenpächterverein. Eine Pünt sei zwar ein Stück Heimat, aber immer etwas provisorisches.

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