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Der krönende Abschluss?

val di fiemme. Morgen Sonntag beim WM-Abschluss gehört Dario Cologna über 50 km klassisch wieder zu den Anwärtern auf eine Medaille.

Dario Cologna hat den Blick nach der enttäuschenden Materialschlacht über 15 km längst wieder nach vorne gerichtet. Im Rennen am Mittwoch verfügte der 26-Jährige schlichtweg nicht über Ski, mit denen ein Podestplatz zu realisieren gewesen wäre. Die schwierigen Verhältnisse bei Tauwetter trieben jedoch nicht nur den Schweizer Verantwortlichen die Sorgenfalten auf die Stirn. Die Russen um Alexander Legkow und Maxim Wylegschanin gingen mit ihrem Material sogar völlig unter.

Bis zum Ende dieser Weltmeisterschaften im Trentino werden die Temperaturen tagsüber frühlingshaft bleiben – für Sonntag sind bis zu 10 Grad vorhergesagt. Cologna ist deswegen beim Fünfziger nicht im Nachteil, schliesslich wird das Rennen nicht im Skating-Stil gelaufen. «Beim Klassisch-Laufen wird die Spur einfach glasig. Das ist ein ganz anderes Thema», sagt Roger Wachs, der Servicechef der Schweizer Langläufer.

Mit der Goldmedaille im Skiathlon hat sich Cologna bereits vor einer Woche vom Erfolgsdruck befreit. Auf internationaler Ebene geht der Münstertaler erst zum fünften Mal an einem Fünfziger an den Start. Vor einem Jahr am Weltcup in Oslo erreichte er mit Platz 2 sein bestes Ergebnis. In Erinnerung bleibt jedoch vor allem das Rennen vor drei Jahren in Whistler, als Cologna in aussichtsreicher Position im Kampf um die Olympia­medaillen kurz vor dem Ziel stürzte.

Als zweiter Schweizer startet Curdin Perl zum letzten WM-Rennen. Der 28-jährige Engadiner konnte im Val di Fiemme sowohl im Skiathlon (14.) als auch über 15 km (11.) überzeugen.

Nach 2003 immer Norweger

Zu den Favoriten auf Gold zählen natürlich auch die Norweger, allen voran Petter Northug. Für den 27-Jährigen, der sich nach einem gewaltigen Kraftakt den WM-Titel über 15 km sicherte, wäre es in der Königsdisziplin der dritte WM-Titel in Folge. Stark einzuschätzen ist auch Northugs Teamkollege Eldar Rönning, der Cologna vor Jahresfrist am Weltcup in Oslo um 0,6 Sekunden auf Platz 2 verwies. Mitfavoriten sind auch der Tour-de-Ski-Sieger Alexander Legkow, dessen russischer Landsmann Maxim Wylegschanin, der Kasache Alexej Poltoranin sowie der Schwede Johan Olsson, der WM-Zweite über 15 km.

Letztmals gab es vor zehn Jahren, als die WM ebenfalls im Val di Fiemme ausgetragen wurde, mit dem Tschechen Martin Koukal einen nicht norwegischen Sieger in der Königsdisziplin.

Zweimal Olympiabronze

Dass das Rennen am Sonntag in der klassischen Technik ausgetragen wird, freut die Langlaufnostalgiker. Allerdings hat der heroische Einzelkampf längst ausgedient, denn seit der WM vor acht Jahren in Oberstdorf ist Massenstart angesagt. Eine packende Schlussphase ist dabei zwar garantiert, dafür herrscht auf den ersten 45 km primär Langeweile. Zweimal an Grossanlässen – jeweils bei Olympischen Spielen – schaffte es ein Schweizer im Fünfziger als Dritter aufs Podest: Sepp Haas 1968 in Grenoble und Andi Grünenfelder 1988 in Calgary. (si)

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