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Der neue Aeropers-Präsident ist ein ehemaliger

Rolf Odermatt ist wieder Präsident des Pilotenverbandes Aeropers. Nachdem er dieses Amt bereits von 2009 bis 2012 bekleidet hatte, wurde Odermatt von den Mitgliedern an die Verbandsspitze zurück berufen. Damit setzen die Airbus-Piloten auf dessen Verhandlungsgeschick.

Odermatt war während seiner ersten Präsidentschaft für den Abschluss des noch laufenden Gesamtarbeitsvertrages "GAV11" verantwortlich. Unter seinem Nachfolger Markus Grob haben sich die Aeropers und die Interessengemeinschaft der Regionalflugpiloten (IPG) auf eine Fusion geeinigt, wie sie von der Swiss gefordert wurde.

Im März lehnten die Mitglieder von Aeropers den ausgehandelten gemeinsamen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aus Angst vor einer Schlechterstellung jedoch klar ab, während die IPG zustimmte. Grob trat daraufhin abrupt zurück, um einer neuen Verbandsspitze Platz zu machen. Interimistisch wurde Aeropers von Kilian Kraus geführt.

Inzwischen hat die Swiss mit der IPG den "GAV14 Plus" geschlossen, womit die bisherigen Jumbolino-Piloten auch die künftigen Langstreckenjets Boeing 777 fliegen werden.

Geschlossenheit demonstriert

Der GAV der Swiss mit Aeropers läuft noch bis Ende 2016. Das überragende Wahlergebnis der Generalversammlung stärke dem Vorstand den Rücken und zeige die Geschlossenheit der Aeropers hinter ihrer Verbandsführung, heisst es in der Medienmitteilung vom Freitag zur Generalversammlung vom Vortag.

In der vorab brieflich durchgeführten Präsidentenwahl seien über 95 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Odermatt entfallen, hiess es auf Anfrage. Alle bisherigen zur Verfügung stehenden Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls mit klaren Mehrheiten wieder gewählt.

Odermatt könne mit Swiss-Chef Harry Hohmeister auf Augenhöhe verhandeln. "Das hat er 2011 bereits bewiesen", erklärte Interimspräsident Kraus. Damals habe durch "vernünftige Verhandlungen" unter Führung von Odermatt ein Streik verhindert und trotzdem ein für alle Seiten gutes Ergebnis erreicht werden können.

Verhandlungs- und kampfbereit

Odermatt zeigte sich verhandlungs-, aber auch kampfbereit: Die Swiss habe mit dem "GAV14 Plus" vertraglich versprochene Arbeitsplätze der Aeropers-Mitglieder auf der Langstrecke an die günstig operierende Besatzung der Regionalflugtochter Swiss European ausgelagert. Odermatt sieht darin einen groben Verstoss gegen Treu und Glauben und die massivste Bedrohung in der Geschichte der Aeropers.

Die Swiss-Führung habe nicht begriffen, dass man in der Schweiz die Sozialpartnerschaft lebe. Aeropers sei weiterhin an Gesprächen interessiert. Sollte sich das Management einer "vernünftigen Lösung" jedoch verwehren, wären wir gezwungen, zu handeln", drohte Odermatt. Die Swiss wollte die Entwicklung vorerst nicht kommentieren.

(sda)

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