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Der Praktiker gibt sich jetzt cool

Nissan hat dem Mainstream seit einiger Zeit den Rücken gekehrt und surft erfolgreich auf den Wellen des Crossover-Trends. Mit dem neuen SUV X-Trail wird das Lifestyle-Quartett komplettiert.

Die japanische Schwestermarke von Renault pflegt gerne das Andersartige und fährt ganz gut damit. Statt normaler Personenwagen findet man bei Nissan mehr trendige Crossover mit mutigen Karosserieformen und staunt über deren Erfolg. Der X-Trail war bisher zwar der Rustikalste im Quartett mit Juke, Qashqai und Murano, eine umfassende Frischzellenkur hat ihn jetzt aber mitten in den aktuellen Lifestyle befördert. Die dritte Generation des seit 2001 in 190 Ländern verkauften X-Trail streift ihren etwas biederen und hemdsärmligen Auftritt ab und gibt sich stylisch und cool. Dabei lehnt sich der X-Trail mit dem elegant gerundeten Familiengesicht unübersehbar an seine Crossover-Geschwister an. Die Karosserie wirkt schnittiger, hochwertiger, dynamischer und auch imposanter als beim Vorgänger. Dabei sind es mehr die Proportionen als die Grösse, die den Ausschlag geben. In der Länge legte der Neue nur um 17 Millimeter auf 4,64 Meter zu, der Radstand wurde jedoch um 76 Millimeter gestreckt und die Breite wuchs um 30 Millimeter. Daraus ergibt sich ein markant grösseres und variabler nutzbares Platzangebot. Beim Beinraum für die Fondpassagiere beansprucht Nissan die Rolle des Klassenprimus. Zudem lässt sich die Rücksitzbank geteilt um 26 Zentimeter längs verschieben und als Option kann der X-Trail dank einer im Ladeboden versenkbaren dritten Sitzreihe erstmals bis zu sieben Insassen transportieren, womit er auch die Rolle eines Nachfolgers für den Qashqai Plus 2 übernimmt. Auch der Laderaum hat zugelegt. Statt 479 bis 1773 Liter fasst er jetzt 550 Liter, die sich auf 1982 Liter erweitern lassen. Nissan-Schweiz-Direktor Cédric Diserens freut sich auf die neue X-Trail-Generation: «Sie verkörpert das Beste aus zwei Welten. Sie verbindet enorm viel Platz, moderne Technik sowie Allradkompetenz mit modernem Lifestyle und einem Schuss Premium.» Tatsächlich gibt es am Interieur und Sitzkomfort wenig zu bemängeln. Das Cockpit ist übersichtlich, keineswegs überladen und mit hochwertigen Materialien gut verarbeitet. Nur das Display mit der integrierten Rückfahr- und Rundumsichtkamera dürfte grösser sein, zumal die Übersicht nach hinten nicht zu den Stärken des X-Trail zählt. Bei den Fahreigenschaften haben die Japaner dem X-Trail jedoch viel Gutes auf den Weg gegeben. Zum einen haben sie den neuen X-Trail um 90 Kilo abgespeckt. Für den Antrieb genügt jetzt ein 1.6-dCi-Turbodiesel mit 130 PS und 320 Newtonmetern Drehmoment ab 1750 Touren. Er begnügt sich mit einem Verbrauch ab 4,9 Liter pro 100 Kilometer. Das sind 18 Prozent weniger als beim Vorgänger. Trotzdem stehen deutlich bessere Fahrleistungen an. Im Idealfall beschleunigt der neue X-Trail in 10,5 Sekunden auf Tempo 100, die Spitze liegt bei 188 Stundenkilometern. 2015 wird das Motorenangebot um einen 1.6-DIG-T-Turbobenziner mit 163 PS ergänzt. Als Kraftübertragung stehen ein manuelles 6-Gang-Getriebe und – nur mit Vorderradantrieb – die weiterentwickelte Xtronic zur Wahl. Neu schaltet dieses stufenlose Getriebe bei starker Beschleunigung in sieben virtuellen Gangstufen. Damit entfällt das oft kritisierte «Gummiband-Feeling», das eintönige Aufheulen des Motors, das ist ein echter Fortschritt. Auch beim Fahrverhalten gehört das Rustikale zur Vergangenheit. Der neue X-Trail fühlt sich angenehm agil an und fährt sich komfortabel wie ein PW. In den Kurven reduziert eine neuartige Chassis-Control-Technologie mit ABS-Eingriff schon ab der Basisversion das Untersteuern. Dazu kommt optionaler Allradantrieb, der gemäss Diserens in der Schweiz von rund 60 Prozent der Kunden gewählt wird. Markteinführung ist am 21. Juli. Im Angebot stehen drei Ausstattungen bis hin zur elektrischen Heckklappe, zu unzähligen Assistenzsystemen und dem grössten Glasschiebedach der Klasse. Die Preise beginnen bei 32?900 Franken. Der Allradler beginnt bei 38?600 Franken. Der kleine Wilde reloaded Man liebt ihn oder man hasst ihn. Der kleine Liebling einer eingeschworenen Nissan-Gemeinde kommt mit einem sehr gewöhnungsbedürftigen Design daher, das aber offensichtlich ankommt. Seit 2010 konnten allein in Europa über 500?000 Juke verkauft werden, in der Schweiz rund 7000, 30 Prozent mit Allrad und 190 PS und 80 Prozent an Nissan-Neukunden, wie Nissan-Schweiz-Direktor Diserens stolz bestätigt. Im Vorjahr war der Juke mit 1507 Einheiten hinter dem Qashqai der am zweithäufigsten verkaufte Nissan in der Schweiz. Nun wurde der mit vielen eigenwilligen Designelementen ausgestattete Crossover optisch geschärft und technisch optimiert. Ein komplett neuer 1.2-DIG-T-Turbobenziner mit 115 PS und einem Verbrauch ab 5,6 Litern ergänzt die Palette, das Toptriebwerk mit 190 PS wurde deutlich effizienter, mit jetzt 6,0 statt 6,9 Litern pro 100 Kilometer. Dazu kommen ein elektronisch kontrolliertes Fahrverhalten, ein um 40 Prozent grösserer Kofferraum, Nissan Connect, ein Rundumsicht-Monitor, neue Ausstattungsoptionen und ein buntes Individualisierungsprogramm mit elf Farben und Hunderten von Kombinationsmöglichkeiten. Die Preise beginnen bei 19?800 Franken, das Allradmodell mit 190 PS ist ab 29?900 Franken zu haben. Marktstart ist am 4. Juli. (sl)

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