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Der rote Faden ist weiss

«Kunst im Dorf» heisst es an diesem und nächstem Wochenende. Das Ehepaar Ruth und Werner Bühlmann organisiert die Schau der Rickenbacher Künstler und stellt auch selbst seine Arbeiten aus.

Die «Galerie Bü» ist ein ehemaliger Schafstall. Mit Garage und Werkstatt werden die drei Räume zur temporären Ausstellungsfläche von Ruth und Werner Bühlmann, den Initianten von «Kunst im Dorf». «Auch eine Schlosserei, Scheunen, Trotten und das Ortsmuseum sind in die Veranstaltung mit einbezogen», erzählt Werner Bühlmann begeistert. «Wir haben viele kreative Leute im Ort und der Rundgang wird für die Besucher sehr abwechslungsreich. Ein Schwerpunkt wird zwar auf der Aquarellmalerei liegen. Dies ist der Malgruppe von Albert Schmid geschuldet, der mehrere Dorfbewohner angehören. «Es ist ein schwerer Schritt, zum ersten Mal auszustellen», erläutert Ruth Bühlmann. Sie selbst hat schon mehr Erfahrung mit ihren Scherenschnitten und Specksteinskulpturen. Doch für viele der 13 überwiegend Hobbykünstler ist es der erste Schritt an die Öffentlichkeit. Damit dieser möglichst professionell ausfällt, haben die Bühlmanns, die den Anlass 2000 ins Leben riefen, einen «roten Faden» entwickelt. Dieser soll ein gemeinsames Thema sein, für das jeder der Ausstellenden ein Werk liefert. «Es war nicht leicht, einen Gruppenentscheid zu finden», erinnert sich Ruth Bühlmann, «doch beim Thema Weiss fühlten sich alle wohl.» Für den Besucher dürfte es interessant werden, die Umsetzungen in den unterschiedlichen Mal- und Gestaltungstechniken anzutreffen. Bei Natur herrscht Konsenz Ruth Bühlmann, die erfahrene Scherenschnittmeisterin, steuert klassische Motive aus der Natur und Experimente mit eingefärbten und weissen Papieren bei. Einige Arbeiten hat sie zwischen Glasplatten geklemmt und auf einem Holzständer fixiert. So werden sie zur Skulptur und lockern die Präsentation der Aquarelle ihres Mannes auf. Werner Bühlmann malt überwiegend Reiseerinnerungen. Cordoba, Moskau und griechische Inseln lassen den Betrachter von Ferien träumen. Des Weiteren zeigt er Holzschnitte, zum Beispiel mit Wortspielen. Auch er bevorzugt Naturmotive, da ist sich das Ehepaar einig. Gemäss ihrem Anspruch, für die «Kunst im Dorf» auch immer ein gemeinsames Werk anzufertigen, haben sie dieses Jahr Scherenschnitte, die Grashalme oder Pflanzen darstellen, auf einen aquarellierten grünen Untergrund montiert. «Da haben wir uns ausnahmsweise einmal schnell gefunden», kommentieren sie die Arbeit. «In anderen Jahren gab es richtige Kämpfe zu bestehen.» www.kunstimdorf.ch

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