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Der Rückkehrer

WINTERTHUR. Nach einer langen Verletzungspause hat sich Joël Walser ins NLB-Team des Volleyballklubs Smash zurück-gekämpft. Allerdings müssen die Winterthurer 2013 wohl die Abstiegsrunde bestreiten.

«Am Anfang hatten wir Mühe», gesteht André Lobsiger. Inzwischen sind der routinierte Aussenangreifer und seine Teamkollegen von Smash Winterthur in der NLB «in einem Modus, in dem wir mitspielen können», sagt Lobsiger. Dem Team fehle jedoch noch die Kon­stanz und die Abgeklärtheit. Vier der bisher neun Partien gingen über fünf Sätze, nur eine von ihnen wurde gewonnen.

Wieso es so viele knappe Niederlagen absetze, wisse er auch nicht, sagt Diagonalspieler Joël Walser (Bild). «Das Ganze ist komplex. Wir sind mental nicht schwach. Wir haben aber sicher nicht die Qualität, um automatisch vorne dabei zu sein. Eine Durchschnittsleistung reicht uns nicht zum Sieg.» Walser ist einer der Schlüsselspieler. «Als einziger richtiger Diagonalspieler ist er sehr wichtig», erklärt Lobsiger, «und Joël erfüllt seine Aufgabe sehr gut.»

Fast eine Saison lang out

Zuletzt war Joël Walser aber angeschlagen. Vor zwei Wochen verletzte er sich im Training am Finger. Das weckt Erinnerungen. Vor einem Jahr, im Abschlusstraining vor dem Saisonstart, «um fünf vor zehn», wie er sich erinnert, passierte es: «Ich riss mir die Bänder am linken Sprunggelenk.» Der 29-Jährige fiel lange aus. Erst Ende Saison kam er wieder vereinzelt zum Einsatz. «Das Team von aussen zu verfolgen, war eine interessante Erfahrung», meint Walser, «andererseits hatte ich keine Lust, die Statistik zu führen und nicht eingreifen zu können.»

Im Kampf gegen den Abstieg, der erst am grünen Tisch gelang, wäre Walser im Jahr nach dem Aufstieg aus der 1. Liga eine wichtige Verstärkung gewesen: einer, der schon in der Nationalliga B spielte. Für Kreuzlingen, wo er während seines Studiums in Kommunikationsdesign in Konstanz angeheuert hatte. Mit den Thurgauer Erstligisten war Walser in die NLB aufgestiegen. Nach vier Jahren wechselte er 2011 nach Winterthur. «Der Weg war mir zu weit», erklärt er, der in Zürich arbeitet und in Wallisellen wohnt.

Schon damals ein Leader

Zum Volleyball gefunden hat Joël Walser, nachdem der Traum «Fussballprofi» platzte. Er kickte in Frauenfeld bei den Inter-C-Junioren und in der Regionalauswahl. «Das Ganze endete aber abrupt mit einem Trainer, der mich nicht mehr spielen liess.» Unterdessen ist Volleyball zu einem wichtigen Hobby geworden. Mit seinen Leistungen dieser Saison ist Walser jedoch nicht 100-prozentig zufrieden. «Ich bin sehr selbstkritisch», sagt der Diagonalspieler. Ein Problem: «In Kreuzlingen war ich zwei Jahre Aussenangreifer. Im Moment fühle ich mich vorne sehr wohl, im Rückraumangriff aber nicht so.»

Bei Smash spielte Walser übrigens schon einmal: 2005/06, Smash spielte damals noch in der 2. Liga. «Er ist immer noch der Gleiche», sagt André Lobsiger, der schon damals dabei war, über seinen Mannschaftskameraden. «Und er war schon damals einer der Leader.»

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