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Der Sinkflug der Flyers geht weiter

Die Kloten Flyers verlieren gegen Fribourg 2:3 und sind den Playouts einen weiteren Schritt näher gekommen. Die Niederlage mag unglücklich sein, doch das Team von Sean Simpson wies erneut zu viele Defizite auf.

Wie sich doch die Zeiten innerhalb eines Jahres ändern können. Am 8. April 2014 hatten die Kloten Flyers im 6. Playoff-Halbfinalspiel Fribourg-Gottéron in der Kolping-Arena 4:1 besiegt. 7287 Zuschauer verabschiedeten die Kloten Flyers mit wahren Begeisterungsstürmen. Denn der 4:1-Sieg beendete den hochklassigen Halbfinal, die Zürcher Unterländer hatten sich damit mit 4:2 in der Serie für den Final qualifiziert. Gestern nun traf man sich in der Kolping-Arena wieder. Doch nichts war mehr wie im April des Vorjahres. Kloten und Fribourg sind in dieser Saison schon tief gefallen und haben beide die Playoffs verpasst. Die beiden vermeintlichen Spitzenmannschaften stecken mitten im Abstiegskampf. Auch wenn man bisweilen den Eindruck hat, dass etliche Spieler beider Teams dies noch nicht so richtig realisiert haben. Nur noch 4264 Zuschauer waren gestern in die Kolping-Arena gekommen. Totale Verunsicherung Zumindest die Präsenz eines Gastes war überraschend: Nationaltrainer Glen Hanlon beobachtete die Partie auf der Pressetribüne. Was er sah konnte ihn nicht überraschen. Da waren zwei völlig verunsicherte Teams am Werk. Am Ende siegte Fribourg 3:2 und gewann die drei so wichtigen Punkte. Gottéron war ein Zufallssieger, ebenso gut hätten die Kloten Flyers das Eis als Gewinner verlassen können. Dass dem nicht so war, haben sich die Zürcher Unterländer allerdings einmal mehr selber zuzuschreiben. Es war nicht so, dass man Kloten den guten Willen hätte absprechen können. Aber die Verunsicherung hat mittlerweile ein Ausmass angenommen, das für diese Platzierungsrunde und den Rest der Meisterschaft generell sehr ungute Gefühle aufkommen lässt. Natürlich war es auch Pech, dass Kloten dreimal nur Latte und Pfosten traf. Dass aber ein Nationalspieler wie Simon Bodenmann im Mitteldrittel aus kurzer Distanz am leeren Tor vorbeischoss, ist unverständlich. Zudem hatte gestern auch Keeper Martin Gerber keinen guten Abend eingezogen, er war an den ersten beiden Toren zum 0:2- Rückstand mitschuldig. Seine Verteidiger liessen ihn bei diesen beiden Gegentreffern allerdings ebenfalls im Stich. Dass Kloten diesen Rückstand wieder zum 2:2 ausgleichen konnte, blieb an diesem Abend der einzig positive Aspekt. Offensiv ist das Team zu sehr von der ersten Linie und da von Denis Hollenstein abhängig. Dass Klotens bester Spieler dann fünf Minuten vor dem Ende mit einer Strafe die Niederlage einleitete, war ärgerlich. Marc Abplanalp schoss Fribourg in der 55. Minute ins Glück. «Unglücklich verloren» Was noch folgte, war aus Sicht des Heimteams ein Ärgernis. Zunächst kam Kloten bei einer Strafe gegen Joel Kwiatkowski zu keiner nennenswerten Ausgleichschance. Und als Martin Gerber in der letzten Minute sein Gehäuse verlassen wollte, bot sich gar keine Gelegenheit dazu. Das wurde von den Zuschauern am Ende mit einem gellenden Pfeifkonzert quittiert. Flyers-Trainer Sean Simpson war im Kabinengang die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. «Dass wir nach dem 0:2-Rückstand zurückgekommen sind, war gut. Aber am Ende haben wir halt unglücklich verloren, so ist es», erklärte der Kanadier. Nun stehen die Kloten Flyers in der Tabelle genau dort, wo man nicht hinwollte.

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