Zum Hauptinhalt springen

Der Traum vom Doppelaufstieg

Smash will aufsteigen – und das gleich ­ mit den Männern und den Frauen. Der ehrgeizige Plan wird ­ mit zwei neuen Teamverantwortlichen angegangen.

Mit einem nur punktuell veränderten Team, aber einem neuen Trainer peilen die Volleyballer von Smash den Aufstieg in die NLB an. Die Winterthurer werden neu von Franck Njock trainiert, der Alexander Weng ablöst. Der 36-Jäh­rige, zuletzt in Uster, sagte vergangene Woche fix zu. Noch vorher trainierte der frühere kamerunische Nationalspieler, der in Winterthur wohnt, die NLB-Volleyballerinnen von Jona und die Erstliga-Frauen von Baden.

«Eine Stufe höherbringen»

Njock soll Smash taktisch voranbringen. «Unsere Spieler haben gute Grundlagen», erklärt Präsident Robert Risse den Wechsel an der Team­spitze. «Alex machte gute Trainings. Aber im Spielbetrieb ist ein Taktiker interessanter.» Franck Njock war schon vor zwölf Jahren Trainer bei Smash, damals bei den Frauen. Wichtig sind ihm der Teamgedanke, der Wille zur Ver­besserung, das schnelle Spiel. Es komme ein Trainer, der anders ticke, sagt Risse. «Er soll das ­Team eine Stufe höherbringen.»

In diesem Frühjahr, ein Jahr nach dem Fall aus der NLB, verpassten die Winterthurer den Wie­der­aufstieg noch. Weil er nicht konsequent angestrebt wur­de. Mit der Qualifikation für die Playoffs war die Saison für die meisten Spieler abgeschlossen. Im kommenden Winter reist Passeur Fabio Lunardi, der Schlüsselspieler, aber nicht mehr während der entscheidenden Matches, in die Ferien. Das macht Smash zu einem Aufstiegskandidaten. Denn die meisten der Volleyballer bleiben dem Klub erhalten.

Verzichten muss Njock auf Aus­sen­angreifer Thomas Schatzmann, der nach einem Jahr wieder in den NLA-Verein Züri Un­ter­land wechselt. Ale­xandre Biffi, auch er Aussenangreifer, will eine Pause einlegen; Mittespieler Florian Gerig überlegt sich den Wechsel in die zweite Mannschaft, und Ralph Stamm musste sich einer Knieoperation unterziehen. Denkbar sei noch der Zuzug je eines Volleyballers für die Positionen aussen und in der Mitte, sagt Risse.

Strukturierter angehen

Die Zukunft der Frauen plant der Klub in der 1. Liga. Nachdem es zwischen Amir Mustafic und dem Team nicht harmonierte, trainiert nun wieder ­Oemür ­Günalp die Equipe. Er stieg 2012 mit den Winterthurerinnen in die 2. Liga auf, wo sie sich gleich fast ganz vorne klassierten. Günalp aber überkam das Gefühl, «dass es mal jemand anders machen muss». Nun kehrt er zurück, weil er befürchtet, «dass es sonst auseinanderfällt». Es sei schwierig, einen Trainer zu finden.

Jetzt, mit dem Ziel Aufstieg, ­gehe er die Zweitliga-Saison struk­tu­rierter und durchdachter an als vor zwei Jahren, sagt Günalp. Er holte sich Unterstützung: Reto Saurenmann amtet als Assistent; Fabian Ryhiner und Dimitry Bölsterli erledigen das Organisatorische; Michael Wehrli hilft als Physiotherapeut. «Wenn es im Klub diese Leute gibt, muss ich das nutzen», sagt Günalp. So könne er sich «um die wesent­lichen Sachen kümmern.»

Halbes Frauenteam ist neu

So hat ­Oemür Günalp vor fünf Wochen mit 25 Volleyballerinnen Sichtungstrainings durchgeführt. 14 schafften den Sprung ins Kader. «Ich habe allen Spielerinnen gesagt, dass ich Volleyballerinnen will, die das Team nicht nur in die 1. Liga führen, sondern da­nach auch dort halten können», erklärt Günalp. Vom bisherigen ­Team verbleiben deshalb nur Livia Stucki, Lena und Raya Schmid, Noemi Cattarossi, Laura ­Rüegg, Tanja Mühle­thaler sowie Sophie Strasser.

Neu am Netz stehen werden ­Nina Kurmann und Nadja Wyss (frühere Smash-Juniorinnen, die in Aadorf 1. Liga spielten), Fabia Küng (Wattwil, 1. Liga), Na­dine Wechsler (Luzern, 2. Liga), Lea Masserini (Münsingen, 1. Liga) sowie Steffi Eichenberger und Ni­cole Walder von Vivax Winterthur, das im Frühjahr aus der 2. Liga abgestiegen ist. Stefan Kleiser

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch