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Designierter US-Verteidigungsminister Hagel stellt sich dem Senat

Der designierte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat sich bei der Anhörung zu seiner Nominierung im Senat als entschiedener Verfechter der Sicherheitsinteressen der USA präsentiert. Hagel sagte vor dem Streitkräfteausschuss, er werde nicht zögern, wenn nötig die "volle militärische Macht" einzusetzen.

"Aber wir müssen auch klug und, noch wichtiger, weise sein in der Art, wie wir die grosse Macht unserer Nation einsetzen." Unter ihm solle das Militär der Vereinigten Staaten die schlagkräftigste Armee der Welt bleiben, versprach der Vietnam-Veteran am Donnerstag.

Der Wunschkandidat von Barack Obama für das Amt des Verteidigungsministers musste vor dem Ausschuss des US-Senats viel Kritik für seine frühere Politik einstecken. "Hagels Abstimmungsverhalten ist sehr besorgniserregend und abseits der Mehrheitsmeinung", sagte der republikanische Senator James Inhofe in Washington über den 66-Jährigen.

Hagel ist ebenfalls Republikaner, ist aber bei vielen Kollegen wegen einer angeblich israelkritischen und iranfreundlichen Haltung umstritten. Der Vietnamveteran gilt als unsicherste Wahl für die neue Ministerriege Barack Obamas.

Führende Republikaner im Kongress halten den 66-Jährigen für zu nachgiebig gegenüber dem Iran und werfen ihm vor, nicht eng genug an der Seite Israels zu stehen. Dies könnte zu Problemen bei der erforderlichen Bestätigung von Hagels Nominierung durch den Senat führen.

Präsident Barack Obama hatte Hagel Anfang Januar als Kandidaten für die Nachfolge von Pentagon-Chef Leon Panetta vorgeschlagen, der in den Ruhestand geht.

Vor seiner Anhörung im Senat hatte Hagel erklärt, er wolle sich im Umgang mit dem iranischen Atomprogramm alle Möglichkeiten offen halten. Er wolle "alle Optionen" erwägen, um dem Iran und seiner Aggression zu begegnen. Dies gab Hagel in einem mehr als 100 Seiten langen Fragebogen an, der vor der Anhörung veröffentlicht worden war.

Zudem lobte Hagel den Sanktionskurs von US-Präsident Barack Obama und kündigte an, die US-Unterstützung für das Raketenabwehrsystem in Israel aufrechterhalten zu wollen.

(sda)

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