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Die Altstadt ist ab 2017 besser vor Hochwasser geschützt

Im Januar beginnen die Arbeiten für das Hochwasser-Rückhaltebecken auf der Hegmatten. Dieses soll Winterthur vor den Wassermassen eines «Jahrhunderthochwassers» schützen.

Im Januar 2011 bewilligte der Zürcher Kantonsrat ein Rückhaltebecken zum Schutz der Winterthurer Altstadt vor Hochwasser auf der Hegmatten. Im Januar 2015, gut vier Jahre später, starten erste Vorbereitungsarbeiten zum Bau des Rückhalteraums. Im Bereich des heutigen, kanalisierten, Riedbachs und beim geplanten unterirdischen Zuflusskanal zum Rückhaltebecken wird dann gerodet, ab April wird der Zuflusskanal gebaut.Das 33-Millionen-Projekt, das zu 35 Prozent vom Bund und zu 65 Prozent vom Kanton finanziert wird, soll die Gebiete Technikumstrasse, untere Steinberggasse, den Neumarkt, das Untertor und den Bahnhofplatz vor Überschwemmungen bewahren. Im Gegenzug entsteht auf den Hegmatten bei einem Hochwasser ein See. Grund für die geplanten Bauarbeiten sind die Bachdurchlässe der Eulach unter dem Areal Schleife, unter dem Zentrum und dem Hauptbahnhof: Sie lassen zu wenig Wasser durch und können nicht vergrössert werden. Führen Eulach und Riedbach starkes Hochwasser und noch Schwemmholz mit, drohen in der Innenstadt laut Schätzungen Schäden von gegen 400 Millionen Franken. Ein «Jahrhunderthochwasser» kam letztmals 1876 vor.Der Zuflusskanal wird künftig einen Teil des Hochwassers aus der Eulach in den Rückhalteraum auf der Hegmatten umleiten. Dort wird das Wasser zurückbehalten, bis die Hochwasserspitze abklingt. Danach wird es verzögert über den Riedbach wieder in die Eulach geleitet. Zusätzlich ist in Räterschen ein Schwemmholzrückhalt gebaut. Er fängt Treibholz ab, bevor es in den unterirdischen Zuflusskanal gelant und dort einen Rückstau verursachen könnte.Die Baudirektion des Kantons rechnet damit, dass der Bau im Frühling 2017 abgeschlossen sein wird. Sie will im Herbst die Anwohner von Hegi und Oberi über die Beeinträchtigungen durch die Baumassnahmen informieren. Den 570'000 Kubikmeter fassenden Stauraum begrenzen einerseits das ansteigende Gelände im Osten sowie ein neuer, begrünter Damm im Bereich des heutigen Riedbachs. Dieser wird ins Becken verlegt und renaturiert. Im Gebiet des Rückhaltebeckens befinden sich heute die Fussballplätze des FC Oberi und die Graspiste des Segelflugplatzes sowie ein dazugehöriger Hangar. Letzterer wird auf 2015 an einen sicheren Ort verlegt. Sowohl der Flugplatz als auch der Hangar gehören der Stadt. Die Stadt steuert dem neuen, 1,7 Millionen Franken teuren Bau eine Million bei. Sollte es durch das Rückhaltebecken am Kulturland, dem Fussballplatz oder der Flugpiste doch zu Schäden kommen, werden die Eigentümer durch den Kanton entschädigt.

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