Zum Hauptinhalt springen

Die BDP will von null auf zwei Sitze

Zwei Kandidaten, zwei Sitze: Obwohl es die Bürgerlich- Demokratische Partei in Winterthur bisher nicht gibt, glaubt sie an den Vollerfolg.

Die nach der Abwahl von Christoph Blocher und der Wahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf entstandene BDP tritt am 9. Februar erstmals zu Wahlen in den Gemeinderat an. Es gibt aber Anhaltspunkte dafür, wie viele Wählerinnen und Wähler die Liste der Partei einwerfen könnten. Und auch Erfolge können die bürgerlichen Demokraten auf lokaler Ebene schon vorweisen. Bei den Kantonsratswahlen 2011 eroberte der im Oberland wohnhafte Marcel Lenggenhager mit 2,5 Prozent Stimmenanteil einen der Winterthurer Kantonsratssitze und bei den Nationalratswahlen im selben Jahr legten 4,4 Prozent die BDP-Liste ein. Auf der Basis dieser Werte hat sich BDP-Kantonalpräsident Lothar Ziörjen das Ziel gesetzt, mit den Kandidaten Yvonne Gruber und Jan Stiefel zwei Sitze im Gemeinderat zu erobern. Mehr Kandidaten hat die Partei nicht aufgestellt, weil sie in Winterthur bisher nur wenige Parteimitglieder hat und keine Lokalsektion. Das spiele für die Wahl keine Rolle, sagt Ziörjen. In der politischen Mitte gebe es ein Potenzial an Wählern, das sich durch die Bürgerlich-Demokratische Partei vertreten fühle, wie sich vielerorts gezeigt habe. «Ich erwarte, dass unsere beiden Kandidaten gewählt werden.» Aus der GLP ausgeschlossen Kandidat Stiefel ist in Winterthur kein Unbekannter. Er war schon einmal Parteivorstand – allerdings nicht bei der BDP, sondern bei den Grünliberalen. Aus der GLP schied er im Streit, was öffentlich Wellen schlug. Insbesondere mit dem damaligen GLP-Co-Präsidenten und Kantonsrat Luca Roth hatte Stiefel das Heu nicht auf derselben Bühne. Nachdem Stiefel laut GLP parteiintern mit Massenmails gegen Roth Stimmung gemacht hatte, schloss ihn erst die Winterthurer und dann auch die kantonale GLP aus. Er sei von der BDP um eine Kandidatur angefragt worden, sagt der Agronom und Begabtenlehrer Stiefel (Jahrgang 1950). Politisch seien die BDP und die GLP nicht weit voneinander entfernt. Beide Parteien hielten sich nicht ans Links-Rechts-Schema und versuchten, dieses aufzubrechen. «Ich werde eine unabhängige Politik machen und meine Entscheide nicht programmatisch fällen», sagt Stiefel. Auch er sieht in der Mitte Platz und rechnet damit, dass die BDP diese Mitte werde stärken können. «Am liebsten auf Kosten von SVP und SP.» Die selbstständig als Mentalcoach tätige Yvonne Gruber (Jahrgang 1972) ist seit vier Jahren Mitglied der BDP. 2012 zog sie aus Sulgen TG, wo sie im Bezirksvorstand der Partei tätig war, zurück nach Winterthur. Sie verfüge aus vielerlei beruflicher Tätigkeit über einen grossen Erfahrungsschatz, sagt Gruber. Sie wolle sich einsetzen für die Solarener­gie­, die Gleichstellung von Mann und Frau und die Integration von Menschen mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Auch Gruber geht davon aus, am 9. Februar für die BDP in den Gemeinderat einziehen zu können.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch