Zum Hauptinhalt springen

Die Begehrlichkeiten sind geweckt

Stark, schön und gute Laune verbreitend: Die A-Klasse ist in der Mercedes-Modellpalette das Highlight für Junggebliebene und macht Lust auf mehr.

Achtung, die Hündeler kommen. In Sichtweite des Bodensees steht die Mercedes-A-Klasse quer auf dem Kehrplatz, schön für ein paar Fotos in die Sonne gestellt. Manch einem Spaziergänger – nie der vierbeinigen Begleitung – verschlägt es in einer solchen Si­tua­tion jeweils die gute Laune. Unkonventionell das Auto für ein paar Minuten abstellen kommt gar nicht in Frage, auch wenn der Lenker daneben steht. Mit der A-Klasse als Begleitung aber ist keine Spur von Verärgerung zu sehen. Ein freundlicher Blick, ein nettes Lächeln, ein neugieriges «Grüezi». Der kleine Mercedes ist ein Sympathieträger. Trotz scharfen Kanten und wuchtiger Haube wirkt er nicht aggressiv, sondern wie ein Stück Design, das man einfach gerne anschaut. Der grosse Wurf der Deutschen weckt erste Begehrlichkeiten. Die Winterpneus sind auf filigrane Felgen aufgezogen. Da wünscht man sich sofort den Sommer herbei. Dann ist der Testwagen nämlich mit den 18-Zoll-AMG-Felgen ausgerüstet, die deutlich besser mit dem präsenten Auftreten harmonieren. Dafür passt der Motor perfekt zur Optik. Der Zwei-Liter-Turbobenziner mit vier Zylindern leistet im A 250 satte 211 PS. Das beschert dem 1445 Kilogramm schweren Kompakten sportliche Ambitionen. Nur 6,6 Sekunden dauert der Spurt von 0 auf 100 Stundenkilometer. Doch Leistung ist nicht alles, was bei einem Auto zählt, das auch im Alltag eingesetzt wird. Der Mercedes schafft den Spagat zwischen Dynamik und Komfort sehr gut, trotz härterer Abstimmung mit dem optionalen AMG-Sportpaket. Wer über die Schaltpaddels die Gänge manuell wechselt und die direkte Lenkung im Griff hat, wedelt flink und mit hohem Spassfaktor um kurvige Seestrassen. Im Automatikmodus des Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebes gleitet der Mercedes sanft über den Asphalt. Doch wer so viel geboten bekommt, will gleich noch etwas mehr. So würde man sich eine bessere Abstimmung des Getriebes bei tiefem Tempo wünschen. Dann kann es die Passagiere durchaus etwas durchschütteln, bis die Gänge sortiert sind. Der A 250 macht auch Lust auf die AMG-Variante mit 360 PS, die ja schon bald auf den Markt kommt. Allerdings sollte man dabei nicht den Verbrauch im Fokus haben. Schon die 211-PS-Variante verbraucht laut Werk 6,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Im Test mit einem realistischen Mix aus Autobahn und Stadtverkehr sind es 7,3 Liter – ein mittelmässiger Wert. Da helfen auch das gut abgestimmte Stopp-Start-System und die Eco-Taste nicht viel. Die Fotos sind gemacht, weiter gehts am Bodensee entlang. Zum Glück haben die deutschen Konstrukteure im Innenraum den Mut nicht verloren – wie das bei der Konkurrenz oft der Fall ist. Mercedes hat das Konzept des hochwertigen, aus der Masse herausstechenden Kompaktwagens auch innen beibehalten. Die Luftdüsen im Propellerdesign sind genauso ein Hingucker wie der frei stehende Sieben-Zoll-Monitor. Zudem stimmt die Verarbeitung bis in die Details. Besonders gelungen die AMG-Zusatzausstattung mit lederverkleidetem Cockpit, schönen Ziernähten und hochwertigen Karbonapplikationen. Und wenn wir schon dabei sind, wünschen wir uns auch gleich noch das Panoramadach, das den wegen des geduckten Designs etwas beengten Innenraum luftiger macht. Prompt wachsen die Begehrlichkeiten in den Himmel. Elektrische Sitze, Multimedia-Navi, Klima-Automatik und das Harman-Kardon-Soundsystem passen perfekt zur Anmutung der luxuriösen A-Klasse. Zusätzlich eine Rückfahrkamera ist schon alleine deshalb ein Muss, weil die Sicht gegen hinten eine Katastrophe ist. Und schwupps haben die Zusatzwünsche den Einstiegspreis für den A 250 von 43 600 Franken auf über 60 000 Franken hochgetrieben. Trotzdem gibt man den Schlüssel zu diesem Star der Kompaktklasse nicht gerne aus der Hand. Aber es muss sein, denn die nächsten Testfahrer warten schon begierig darauf.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch