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Die Bühne spielt grosses Theater

Draussen der Nieselregen. Im Stadtpark hat jemand ein rotes Herz auf einen Baum gesprayt, es ist eine Liebeserklärung wohl auf immer und ewig. Drinnen aber gibt es ein Sommergewitter, und zwar mit Schnee. Wir sind im Theater Winterthur, es ist gerade Theaterfest. Und ganz viele Herzen sind hier auch zu sehen, sie erscheinen, wie von Zauberhand gemalt, auf dem Vorhang im grossen Saal. Da staunt sogar der Ballon, der in Reihe vier sitzt. Und die Menschen neben ihm natürlich auch.

«Stopp, stopp, stopp», ruft da aber Thomas Guglielmetti, der künstlerische Leiter des Theaters Winterthur, in das Sommergewitter hinein, er spielt an diesem Nachmittag Regisseur bei dieser technischen Bühnenschau: «Geht es nicht ein bisschen mit mehr Herz?» Und die Bühne zeigt, was sie wirklich kann, sie wird rot, sie wird grün, es blitzt und es donnert gewaltig – zum Schluss schneit es noch herzig in das Gewitter hinein, und Nebelschwaden ziehen über die Bühne. Die Hinterhältigkeit der Windmaschine, was nota- bene auch ein Theaterstück (von Gert Jonke) ist, mischt sich hier mit Rossinis Liebeskomödie «Tancredi».

Das war ein schöner Auftakt zum Theaterfest – man sieht einmal, wie die Bühne funktioniert. Draussen im Foyer lassen sich in der Zwischenzeit die Kinder schminken. Und die Erwachsenen bekommen später einen Vorgeschmack auf die nächste Spielzeit. Sie beginnt übrigens schon bald, am 12. September. Und sie wird gar nicht langweilig sein. Weil auch mit Herz gemacht. (bu)

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