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Die Bühnerei hofft auf ein kleines Wunder

Die Bühnerei am Lagerplatz bietet Kindern und Erwachsenen Kurse rund um Theater und Zirkusartistik. Nun droht dem Verein die Auflösung.

Zwergenturnen, Luftakrobatik und Theaterwochen: In den Kursen, Workshops und Ferienprogrammen der Bühnerei haben jährlich bis zu 230 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, Zirkusartistik und Schauspiel näher kennen zu lernen. Damit könnte nun bald Schluss sein. «Wir stehen vielleicht ab März ohne Dach über dem Kopf da», sagt Dunja Tonnemacher, Mitgründerin der Bühnerei. Auch würden einige professionelle Artisten ihr Trainingslokal verlieren. Dass man eines Tages die Räumlichkeiten am Lagerplatz 32 verlassen muss, war immer klar. Die Bühnerei erhielt einen befristeten Mietvertrag, da der Hauseigentümer von Anfang an einen Umbau geplant hatte. Im Februar dieses Jahres wurde bekannt, dass die Halle, in der die Bühnerei ihr Zuhause hat, im März 2014 abgerissen wird. Ein neues Parkhaus soll stattdessen auf dem Areal entstehen. Seither ist man auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Neuer Mietvertrag geplatzt Im Sommer sah es noch gut für die Bühnerei aus. Man hatte einen Raum in Hegi gefunden und konnte im Juli den Mietvertrag unterschreiben. Da man am neuen Ort mehr Platz hatte, plante man zusätzliche Kurse und stellte weitere Kursleiter ein. Anfang dieser Woche kam dann die Hiobsbotschaft des neuen Vermieters: Der Vormieter der Räumlichkeit an der Hofackerstrasse in Hegi hat eine Mieterstreckung eingeklagt. «Wie es aussieht, hat er sehr gute Chancen, damit durchzukommen», sagt Tonnemacher. Die Liegenschaft in Hegi ist somit keine Option mehr für die Bühnerei. Die Suche beginnt von Neuem. Da die Bühnerei an gewisse Masse gebunden ist, um ihren kompletten Fundus samt Zirkusgeräten unterzubringen, wird die Suche zusätzlich erschwert. Insgesamt werden 300 Quadratmeter benötigt. «Davon müssen 120 säulenfrei und mindestens acht Meter hoch sein, damit die Luftartisten trainieren können», sagt Tonnemacher. Zudem sollten die neuen Räumlichkeiten gut mit den Stadtbussen erreichbar sein. Doch solche Räume gebe es nun mal nicht wie Sand am Meer, dessen ist sich Tonnemacher bewusst. Allgemein gebe es in Winterthur immer weniger Platz für gemeinnützige und kulturelle Arbeit. «Wir hoffen nun auf ein kleines Wunder», sagt Tonne­macher. Die Bühnerei hat sich bis Mitte Januar eine Frist gesetzt, um eine neue Halle zu finden. Klappt dies nicht, steht im März kein Umzug, sondern die Auflösung des Vereins an.

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