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Die Chance auf den Halbfinal nutzen

winterthur. Für den grossen Coup in seiner Viertelfinalserie gegen Titelverteidiger Wiler- Ersigen braucht der HC Rychenberg am Wochenende zwei Siege.

In der Unihockey-NLA haben sich Qualifikationssieger Alligator Malans und Vorjahresfinalist GC bereits für die Playoff-Halbfinals qualifiziert. Beide haben die erste Playoff-Hürde auf dem kürzesten Weg genommen.

Am Wochenende nun werden die weiteren Halbfinalisten ermittelt. In beiden Viertelfinalserien steht es nach fünf von maximal sieben Spielen 3:2 zugunsten des Favoriten; dieser besitzt am Samstag auswärts und am Sonntag zu Hause zwei (weitere) «Matchbälle». Der enge Zwischenstand entspricht freilich nur im innerbernischen Duell zwischen Köniz (4.) und Tigers Langnau (5.) den Prognosen. In der anderen Serie hatten dem HC Rychenberg (7.) nur die wenigsten Experten zugetraut, dem Titelverteidiger Wiler-Ersigen (2.) so hartnäckig auf den Zahn zu fühlen.

Von den fünf bisherigen Matches war einzig der erste eine klare Angelegenheit für den achtfachen Meister (11:2). Seit diesem missratenen Start haben sich die Winterthurer deutlich gesteigert. 6:4 und 3:6 in Oberseen, 4:5 nach Verlängerung und 6:5 in Zuchwil lauteten seither die stets knappen Resultate. Ihre zwei Siege waren kein Produkt des Zufalls, denn sie begegneten dem grossen Favoriten auf Augenhöhe und hinterliessen bei diesem zuweilen Spuren der Ratlosigkeit.

Achtbarer Erfolg bereits jetzt

Wie sehr der HCR den Titelverteidiger fordert, unterstreicht die Tatsache, dass auch im dritten und vierten Spiel Siege möglich gewesen wäre. Das eine Mal ging jedoch die Spielkontrolle, eine verdiente 3:0-Führung und später das Spiel durch eine zweiminütige Konzentrationslücke verloren und das andere Mal hatte Benjamin Borth in der Verlängerung das «Golden Goal» auf dem Stock, sah seinen Schuss aber von der Latte zurückprallen, ehe Wiler kurz dar­auf der Siegtreffer gelang. Zwei Siege gegen das überaus erfahrene Wiler sind für die junge Mannschaft des HCR bereits ein achtbarer Erfolg. Doch sein Trainer Rolf Kern will mehr: «Wenn wir offensiv wie defensiv je zwei, drei Dinge beherzigen, haben wir unsere Chance», ist der frühere Nationalspieler überzeugt.

Die bisherigen zwei Siege haben das eigene Selbstvertrauen gestärkt und beim Gegner Nervosität aufkommen lassen. Anders ist kaum zu erklären, dass die Berner mitten in den Playoffs ihren finnischen Trainer Heikki Luukkonen freigestellt und durch dessen bisherigen Assistenten Thomas von Känel sowie den verletzten finnischen Center Esa Jussila ersetzt haben.

Die verbleibenden Partien werden heute Samstag in Oberseen (16 Uhr) und allenfalls am Sonntag in Zuchwil stattfinden. Kern kann – zumindest für Teileinsätze – wieder auf Sacha Dolski und Thomas Näf zählen. Wiler seinerseits hofft auf die Rückkehr des routinierten Stammkeepers Daniel Streit.

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