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Die Credit Suisse bricht ein Tabu

Wenn Konzerne oder Pensionskassen bei der Credit Suisse viel Geld anlegen, müssen sie bald dafür zahlen. Die Grossbank verweist darauf, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Dezember einen negativen Leitzins angekündigt hat, der per 22.Januar auf minus 0,75 Prozent erhöht wird. «Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird bei institutionellen Kunden und grossen Firmenkunden eine Guthabenkommission eingeführt», sagte CS-Sprecherin Daniela Häsler zu einem Bericht der «SonntagsZeitung». Zur Höhe des Negativzinses äusserte sie sich nicht. Für kleine und mittlere Unternehmen gelte die Regelung nicht. Auch plane die CS keine Einführung von Negativzinsen respektive Guthabenkommissionen auf Sparguthaben von Individualkunden. Hingegen kämen bei Guthaben von Finanzinstituten bereits seit längerem entsprechende Massnahmen zur Anwendung, sagte Häsler. Die Sparzinsen liegen verbreitet bei oder nahe null. Negativzinsen für Kleinsparer gelten bislang als Tabu. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zeigt sich überzeugt, dass die Schweizer Wirtschaft den Schritt der SNB verkraften wird. Die Firmen seien besser aufgestellt als bei der Einführung des Mindestkurses im September 2011, sagte sie in Interviews. Sie sei zuversichtlich, dass sich der Wechselkurs bei 1.10 Franken pro Euro einpendeln werde. Damit könnten sich die Unternehmen arrangieren. SNB-Präsident Thomas Jordan beurteilte die heftigen Kursbewegungen nach der Mindestkursaufhebung als Überreaktion der Märkte. Er geht im Interview mit der «NZZ» und «Le Temps» davon aus, dass sich der Franken wieder abschwächt – nach einer gewissen Zeit.

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