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Die erfolgreiche Rückkehr von Embrachs Müttern Zu übereifrig ins Verderben

In der 2. Runde der Frauen-NLA hat Embrach den Heimvorteil zu drei Siegen genutzt. Nach diversen Babypausen läuft das Team zu alter Stärke auf.Elgg-Ettenhausen

In der heimischen Breitihalle trat Embrach in der 2. NLA-Runde überaus souverän auf: Gegen Neuendorf-Deitingen, Rickenbach-Wilen resultierten zwei klare 3:0-Siege. Und gegen Diepolds- au setzten sich die routinierten Embracherinnen 3:2 durch. Wie bereits in der 1. Runde, als sie den Feldmeister Jona sowie Schlieren besiegt hatten, konnten die Embracherinnen auch diesmal komplett antreten. Nach achtmonatiger Babypause zog Mittefrau Nicole Kunz-Leuzinger wieder gekonnt die Fäden am Zuspiel. Nach der hart umkämpften Partie gegen Diepoldsau äusserte sich die neunfache Internationale erfreut: «Es hat mir viel gefehlt in den achtmonatigen Pause, vor allem der soziale Kontakt zu meinen Mitspielerinnen.» Daher nahm sie am Ende der verordneten Pause postwendend das Training wieder auf. «Nun muss ich alles besser organisieren. Mein Mann spielt in Ettenhausen Faustball und hat zudem gleichzeitig Training», schildert sie. Die Lösung: diverse Familienmitglieder oder Bekannte, die zum Kinderhüten einspringen. Rohner in alter Stärke Beim 3:2-Erfolg über Diepoldsau gelangen Kunz-Leuzinger wieder perfekte Pässe. Schlagfrau Irene Rohner-Schönenberger, die zweite Rückkehrerin, verwertete die mustergültigen Vorlagen ohne Probleme. «Mir fehlt zwar noch etwas die Kraft», räumte die 81-fache Nationalspielerin nach dem Spiel kritisch ein. Doch dank ihrer Schnelligkeit konnte sie immer wieder Bälle heraushechten. Rohner-Schönenberger war zwar schon notgedrungen in der letzten Runde der sommerlichen Feldmeisterschaft zu einem Kurzeinsatz gekommen. Nach dem Ende ihrer Babypause blieb ihr aber genügend Zeit, sich gut auf die neue Hallensaison vorzubereiten. Die in Herisau wohnhafte Angreiferin ist ebenfalls mit einem Faustballer verheiratet, der in Schwellbrunn spielt. Da Rohner-Schönenberger ebenfalls in Embrach trainiert, müssen ihr Mann sowie Bekannte als Babysitter einspringen. Zudem investiert sie als Angreiferin einen zusätzlichen Abend für das Krafttraining. «Mir macht der Sport aber so viel Spass, dass ich nicht dar­auf verzichten möchte», meinte sie nach dem Erfolg über Diepoldsau. Dank ihres perfekten Umfelds ist Rohner nun wieder zu einer der besten Angreiferinnen der Schweiz avanciert, auch wenn sie mit ihren 33 nicht mehr die jüngste NLA-Schlagfrau ist. Am Ende souverän In neuer, alter Formation knüpften die sechsfachen Schweizer Hallenmeisterinnen spielerisch an ihre Glanzzeiten an. Kompakt, lauffreudig und präzis im Aufbau, erleichterten die Embracherinnen Irene Rohner die Angriffsauslösung. So rangen sie auch ein aufsässiges Diepoldsau am Ende 3:2 nieder. Dabei lagen die Gastgeberinnen 1:2 nach Sätzen zurück. Doch im vierten Durchgang drehten sie auf. Mit hervorragenden Abwehrparaden und druckvollen Angriffen setzten sie sich von den Rheintalerinnen ab, sodass die beiden letzten Sätze 11:4 und 11:3 an Embrach gingen. Emil Tobler In der NLA der Männer verlor die FG Elgg-Ettenhausen gegen Jona 3:5 und liegt nach drei Runden punktlos am Tabellenende. Im ersten Satz gelang der FG nichts und mit fünf Eigenfehlern verhalf sie dem Gegner zum Satzgewinn mit 11:5. In den folgenden beiden Sätzen besann sich Elgg-Ettenhausen auf seine Stärken und ging mit 2:1 Sätzen in Führung. Im vierten Durchgang bestimmte Jona die Gangart und glich wieder aus. Noch einmal konnte Elgg-Ettenhausen mit einem Satzgewinn vorlegen, war dann aber zu verbissen und zu übereifrig und verlor Durchgang 6 vorentscheidend 10:12. Jona ging in den verbleibenden Sätzen jeweils zu Beginn 4:0 in Führung und liess sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. re Elgg-Ettenhausen: Bächlin, Hofer, Kupper, Baumgartner, Frei, Nicolas Fehr.

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