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Die erste Frau an der Nationalbank-Spitze

Die 45-jährige Ökonomin Andréa Maechler wird Mitte 2015 Jean-Pierre Danthine im Direktorium der Schweizerischen Nationalbank ablösen.

Für das dreiköpfige Direktorium der Nationalbank gibt es seit langem eine Zauberformel. Sie lautet: zwei Deutschschweizer und ein Westschweizer. Deshalb war klar, dass für den Mitte 2015 abtretenden Jean-Pierre Danthine ein neues Direktoriumsmitglied aus der Westschweiz gesucht wurde. Doch bei dieser Vakanz kam ein neues Kriterium hinzu: Wenn immer möglich, sollte es eine Frau sein. Deshalb erstaunt es nicht, dass mit Andréa Maechler eine Westschweizer Frau neues Mitglied des Nationalbank-Direktoriums wird. Der Bundesrat betonte gestern denn auch, dass mit dieser Wahl «die angemessene Vertretung der Sprachregionen und der Geschlechter» im Direktorium sichergestellt sei.

Die grosse Unbekannte

Mit Maechler zieht eine Ökonomin mit Doktortitel ins Direktorium ein, die sich bislang unterhalb des Radars der Medien bewegt hat. In der nationalen Mediendatenbank war bis gestern kein Eintrag über sie zu finden. Der Grund dafür liegt darin, dass sie bislang für internationale Wirtschaftsorganisationen gearbeitet hat, bei denen die Öffentlichkeitsarbeit weitgehend den Chefs vorbehalten ist. Sie ist zurzeit stellvertretende Leiterin des Bereichs «Globale Märkte-Analyse» des Internationalen Währungsfonds. Weitere berufliche Stationen waren die OECD sowie die Welthandelsorganisation WTO. Neuer SNB-Vizepräsident wird Fritz Zurbrügg, der seit August 2012 Mitglied des Direktoriums ist. SNB-Präsident Thomas Jordan wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt.

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