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Die Favoriten erledigen ihre Pflicht sicher

Titelverteidiger Basel, die Young Boys und Luzern haben die Saison mit den erwarteten Heimsiegen eröffnet.

Man war gespannt auf die neu zusammengestellten Young Boys, und nach dem 2:0 vor knapp 20 000 Zuschauern gegen Sion durfte man sagen: Die Berner lieferten im ersten Ernstkampf unter Trainer Uli Forte eine sehr vernünftige Leistung ab. Dergestalt jedenfalls, dass die Walliser schon bald einmal nicht mehr auf einen Punktgewinn hoffen konnten. Dazu war ihr Auftritt schlicht zu dürftig, vor allem auch nach der Pause, als nichts passierte, was am 0:2-Rückstand etwas hätte ändern können. Die einzige Chance Sions vergab Ishmael Yartey mit einem Kopfball in der 15. Minute. YB-Goalie Marco Wölfli reagierte jedoch gut. Der Schwede Alexander Gerndt hatte YB in der 10. Minute in Führung gebracht, als er den Querpass von Michael Frey zum 1:0 und zum ersten Treffer in dieser Super-League-Saison verwertete. Dem Tor war ein leichtsinniger Fehler des Sittener Stürmers Léo vorausgegangen, der am eigenen Strafraum den Ball vertändelte. Frey avancierte gar zum Matchwinner, als er kurz vor der Pause mit dem Kopf das 2:0 erzielte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit bediente der 19-Jährige den vor ihm spielenden Gerndt, aber der Schwede traf nur die Latte. Gerndt war ebenfalls sehr auffällig: Bereits in der 9. Minute hatte er mit einem Kopfball an den Innenpfosten Pech gehabt. Bei YB war die Handschrift Fortes durchaus erkennbar: Man setzte den Gegner früh unter Druck und setzte nach Ballverlusten energisch nach – beispielsweise vor dem 1:0. Auch dank dem Chancenplus war der Sieg der Berner verdient. Die Defensive, mit Steve von Bergen als Abwehrchef und dem neuen Captain Christoph Spycher im zentralen Mittelfeld, aber noch ohne Alain Rochat, stand sicher. Sion stellte allerdings keinen Gradmesser dar. Der FCB und die Schiedsrichter Für den FC Basel gabs am Samstagabend zwei gute Nachrichten: Erst konnte die Rückkehr Matias Delgados von Al Jazira verkündet werden. Der 30-jährige Offensivspieler aus Argentinien unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Danach war der FCB ungefährdet beim 3:1-Sieg gegen Aufsteiger Aarau. Die Sturmspitzen Raul Bobadilla (64.) und Marco Streller (73.) entschieden die Partie mit ihren beiden Treffern innerhalb von zehn Minuten. Mohamed Salah hatte den FCB vor der Pause in Führung gebracht, Verteidiger Pablo Garat sorgte mit einem Kopfball nach dem zweiten Aarauer Corner des Abends für den Ehrentreffer (79.). Zu sagen ist freilich auch: Der FCB wurde wieder einmal vom Schiedsrichter bevorteilt, diesmal von Stephan Studer. Beispielsweise hatte der Ball vor dem 1:0 Salahs die Grundlinie wohl überschritten, als Valentin Stocker die Flanke schlug. Auch in der 59. Minute lag Studer respektive sein zuständiger Assistent falsch, als Davide Callà alleine auf FCB-Torhüter Yann Sommer loszog, aber wegen Offsides zurückgepfiffen wurde. Es ist indes nicht anzunehmen, dass diese Entscheide den Ausgang des Spiels beeinflussten. Dazu war die Überlegenheit des FCB doch zu gross, so aufopferungsvoll René Weilers Aarauer auch kämpften. Mit einem Punkt wurden sie zwar nicht belohnt. Aber sie verschafften sich doch einen gewissen Respekt. Rangelovs Rückmeldung Auch das ambitionierte Luzern startete mit einem Heimsieg in die Saison, einem 2:0 gegen Lausanne. Für die Führung war ausgerechnet Dimitar Rangelov besorgt, das Sorgenkind der letzten Saison. Der Bulgare erzielte das 1:0 kurz vor der Pause per Kopf nach einer Flanke Adrian Winters. Es war Rangelovs erstes Meisterschaftstor seit elf Monaten, als er gegen St. Gallen einen Penalty verwertet hatte. Sonst hatte er vor allem für Negativschlagzeilen gesorgt. Sportchef Alex Frei aber hatte wiederholt gesagt, er glaube an Rangelovs Potenzial. Gestern bekam er recht. In der zweiten Halbzeit suchten die vorher harmlosen Gäste ihr Heil vermehrt in der Offensive und kamen durch den eingewechselten Kadousi und Coly zu zwei Möglichkeiten. Wenige Minuten vor Spielende spekulierte dann aber Claudio Lustenberger richtig auf einen langen Ball und sorgte für die Entscheidung vor fast 10 000 Zuschauern in der Swissporarena. Einziger Wermutstropfen war, dass Daniel Gygax nach einem missglückten Fallrückzieher mit einer Schulterprellung ausschied. (red/si)

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