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Die Forel-Klinik modernisiert

Für acht Millionen Franken baut die Forel-Klinik ein neues Patientenhaus. Dieses erweitert die Klinik jedoch nicht, sondern ersetzt veraltete Patientenzimmer.

Schon bald müssen die Gästehäuser 1 und 2 auf dem Gelände der Forel-Klinik in Ellikon einem Neubau weichen. Haus 2 – ein Einfamilienhaus aus den 70er-Jahren – diente früher dem «Klinik-Vater» als Wohnhaus. Heute beherbergt es Patienten. Im Oktober beginnt die Bauzeit mit dem Abriss der Gästehäuser. Auf dem Stück Land kommt dann ein dreistöckiges, modernes Patientenhaus mit 36 Zimmern zu stehen. «Der Neubau ist schon lange in Planung», sagt Paola Giuliani, Geschäftsführerin der Forel-Klinik. «Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht.» Acht Millionen Franken investiert die Fachklinik für Alkoholabhängige in das Projekt. Die Patientenzimmer im neuen Haus sollen diejenigen im jetzigen Hauptgebäude «Eiche» ersetzen. «Die Zimmer wurden in den 80er-Jahren an das ursprüngliche Haus angebaut und sind nicht mehr zeitgemäss», sagt Giuliani. Zum Beispiel seien die sanitären Anlagen veraltet und eine Sanierung wäre sowieso fällig. Viel Unsicherheit beseitigt Im Haupthaus sind zukünftig die komplette Verwaltung sowie Therapie- und Ärztezimmer untergebracht. Die jetzigen Patientenzimmer werden saniert und in Büros umfunktioniert. Der Neubau mit 36 Zimmern wird die Klinik somit nicht erweitern, sondern nur modernisieren. Auch in Zukunft wird die Forel Klinik in allen Häusern zusammen rund 90 Zimmer für Patienten zur Verfügung haben. «Heute liegt der Trend bei kürzeren Aufenthaltsdauern und der schnelleren Verlegung in den ausserstationären Bereich», sagt Giuliani. Deshalb sei eine Erweiterung der Klinik nicht vorgesehen. Während der Bauphase sind die Büros der Mitarbeitenden in provisorischen Containern untergebracht. Im Frühling 2014 ist das neue Haus bezugsbereit. «Wir möchten dessen Einweihung dann gleichzeitig mit unserem 125-Jahr-Jubiläum feiern», sagt Paola Giuliani. Das anstehende Bauprojekt stimmt die Klinikchefin positiv. «In den letzten Jahren gab es durch die Veränderungen im Gesundheitssystem so viele Unsicherheiten für uns, dass wir nie wussten, wann wir unsere Pläne verwirklichen können», sagt sie. Doch die Forel-Klinik wurde für unbefristete Zeit in die neue Spitalliste des Kantons aufgenommen – und somit ist auch die Finanzierung gesichert. Denn der Kanton hat vor Kurzem eine Prognose für alle Suchtkrankheiten erstellt. Er kommt zum Schluss, dass es in Zukunft nicht mehr, aber auch nicht weniger Alkoholkranke geben wird. «Die Aufnahme in die Spitalliste 2012 ist ein Bekenntnis des Kantons, dass es die Einrichtung braucht», sagt Paola Giuliani. Nachdem Anfang des Jahres eine neue Entzugsstation eingerichtet wurde, steht nun die Modernisierung an. «Mit dem Neubauprojekt kommt frischer Wind in die Sache.»

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