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Die Geburtsstadt feiert Le Corbusier

LA Chaux-de-fonds. Zum 125. Geburtstag von Le Corbusier lädt seine Heimatstadt zu Ausstellung und Rundgang.

Der Name Charles-Edouard Jeanneret-Gris dürfte nur wenigen bekannt sein. Doch als Le Corbusier wurde der Mann, der heute vor 125 Jahren in La Chaux-de-Fonds zur Welt kam, zu einem der bedeutendsten und umstrittensten Architekten des 20. Jahrhunderts. Le Corbusier starb 1965 mit 77 Jahren in Roquebrune-Cap-Martin bei Nizza, wo er oft die Sommermonate verbracht hatte. Seine Heimatstadt ehrt ihn am Wochenende mit einer Reihe von Veranstaltungen. Im Kunstmuseum von La Chaux-de-Fonds wird die Ausstellung «L’Expérience de la Ville» eröffnet, in der drei Schweizer Fotografen –Yann Amstutz, Matthieu Gafsou und Milo Keller – ihre eigenen Bilder der Le-Corbusier-Stadt zeigen. Auf dem Programm stehen ausserdem geführte Touren durch La Chaux-de-Fonds, das örtliche Kunstmuseum und die von Le Corbusier entworfene Villa Maison blanche sowie etwa eine Filmvorführung und eine spektakuläre Abendveranstaltung.

Nachruhm mit Schatten

Le Corbusier schwärmte von «Machines à habiter» und entwarf eine Vision vom Bauen der Zukunft im Manifest «Vers une architecture». Allein schon wegen dieser zusammengefassten Aufsätze aus den Jahren 1920–22 zählt er neben Walter Gropius und Frank Lloyd Wright zu den revolutionären Erneuerern der Architektur des 20. Jahrhunderts. Auch als Städteplaner machte sich Le Corbusier einen Namen. Unter anderem durch Bebauungspläne für Viertel in Paris, Madrid, Moskau und Bogotá.

Der Umgang mit dem Andenken an den Architekten ist allerdings heikel, da dieser nazistisch und antisemitisch war, was immer wieder für Kontroversen sorgt. Die Stadt Zürich liess im Sommer 2011 ihren Plan fallen, einen Platz beim Hauptbahnhof nach Le Corbusier zu benennen. Bereits zweimal hat es das zuständige Komitee der Uno-Kulturorganisation Unesco zudem abgelehnt, sein Werk auf die Welterbeliste zu setzen. (sda)

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