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Die «Geier» kreisen wieder über dem Dorf

Die Wisli- Geier feiern ein Comeback: Die Schnitzelbankgruppe tritt nach acht Jahren Pause an diesem Samstag in den Restaurants Sonne und Rössli in Weisslingen auf und wird lokale Geschehnisse durch den Kakao ziehen.

Die Schnitzelbänke der Wisli-Geier sind manchem Weisslinger in bester Erinnerung. Die «Geier», das sind Hans Ryser, Romy Hollenstein sowie Isabella und Heini Furrer. Heidi Bachmann, die ursprünglich ebenfalls zu den Geiern gehörte, ist ausgeflogen.

Die Wisli-Geier haben schon manchen Lokalpolitiker und viele gemeindeinterne Missgeschicke auf die Schippe genommen: «Der ehemalige Gemeindepräsident Rudolf Bolliger war mehrfach Sujet in unseren Schnitzelbänken», erinnert sich Heini Furrer. Leute, die in der Öffentlichkeit stehen, seien für Satire halt besonders geeignet.

Vor 18 Jahren gegründet

Als sich die «Geier» 1997 zusammentaten, waren sie an der Weisslinger Schule tätig und Mitglieder des Vorstandes im Gemeindeverein. Und dieser hat seit eh und je die Fasnacht in Weisslingen organisiert. «Wir waren schon lange von den Basler Schnitzelbänken begeistert», erklärt Heini Furrer. «Und irgendwann hatten wir die Idee, dies auch mal an unserer Fasnacht zu versuchen.»

Der erste Auftritt der Wisli-Geier am Maskenball im Widum-Saal war jedoch ein Reinfall: «Der Saal war viel zu gross und das Publikum einfach nicht das richtige.» Damals beschloss die Gruppe, künftig nur noch in Restaurants aufzutreten. Und damit hatten sie riesigen Erfolg. Die Wisli-Geier traten jeweils in allen fünf Restaurants im Dorf auf, und die Lokale waren immer sehr gut besetzt.

Bollmann zeichnet die Helgen

Zehn Jahre lang zogen sie durch die Beizen in Weisslingen und nahmen Lokales wie beispielsweise die Toi-Toi-Box am Braui­weiher aufs Korn:

«Am Brauiweiher lönd s d Fäkalie eifach ligge. S gäb sogar Päärli, wo det hine gönd go … küsse. Nöd nur am Sihlquai isch es Schluss mit dätig Gschichte. Mir händ jetzt au es chlises Böxli zum Verrichte.»

Die vierzeiligen Schnitzelbänke erarbeiten die vier «Geier» gemeinsam. Die Dichterabende gehen jeweils sehr turbulent über die Bühne: «Das Spielen, das Tüfteln, das Ringen mit der Sprache und das Kreieren einer witzigen Pointe macht uns allen gleichermassen Spass.» Armin Bollmann bereichert die Schnitzelbänke mit seinen Karikaturen. «Er malt die Bilder mit einer grossen Präzision und mit viel Witz», lobt Heini Furrer die Arbeit des pensionierten Kyburger Architekten. Jeweils an den Auftritten zeigen die Geier für jedes Sujet den passenden «Helgen».

Nach acht Jahren

Im Februar 2006 beschlossen die «Geier» eine Kunstpause einzulegen. Dass diese so lange dauern würde, war aber nicht vorgesehen. Die Pause wurde nur durch einen Auftritt am 20-Jahre-Jubiläum des Forums Wislig vor zwei Jahren unterbrochen und letztes Jahr an der Generalversammlung des Gemeindevereins. «Da hat es uns wieder gepackt, und wir wollten es noch einmal wissen», erklärt Heini Furrer den Grund für das Comeback.

Übermorgen Samstag treten die Wisli-Geier nach acht Jahren also erneut auf, und zwar um 19 Uhr im Restaurant Sonne und um 20.30 Uhr im Restaurant Rössli. Je nach Bedarf treten die «Wisli-Geier» an diesem Abend spontan zusätzliche Male auf. Nicht nur die «Geier» können den Auftritt kaum noch erwarten.

Daniela Oegerli

Wer die Wisli-Geier am Samstag in Aktion sehen möchte, sollte in den Restaurants Sonne oder Rössli einen Tisch reservieren.

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