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Die grösste Turnhalle der Stadt

Der Block war die erste Trendsporthalle des Landes. Diese Ära endet 2016. Der ehemalige BMX-Profi Roger Rinderknecht will mit seinem «Skillspark» das Sportangebot retten und sogar vergrössern. Dafür setzt er auf Familien und Schüler.

Für Skater ist Winterthur ein gutes Pflaster. 1997 eröffnete mit dem Block 37 auf dem Sulzer-Areal die erste Trendsporthalle der Schweiz. 2002 zog der Block ins Obergeschoss der Go-kartbahn Tempodrom. Doch auch diese Ära geht 2016 zu Ende. Thomas Dinkel, der Betreiber von Tempodrom und Block, will vom Lagerplatz wegziehen, weil die Parkplätze vor der Halle wegfallen. Seit Anfang Monat gibt es neue Hoffnung für die Skatergemeinde. Roger Rinderknecht, Mountainbike-Weltmeister und Winterthurer Sportler des Jahres, will gleich die ganze, fast 120 Meter lange Halle zum Bewegungsparadies umbauen. Spätestens auf den Winter 2016/17 soll der «Skillspark» sein Türen öffnen. Für Kinder ab zwei Jahren «Die Idee zu so einer Halle trage ich seit Jugendtagen mit mir herum», sagt der 32-jährige BMX-Nationaltrainer. «Im Winter haben wir jeweils stundenlang mit Schaufel und Streusalz die Strecke geräumt», erinnert sich Rinderknecht In der neuen Sporthalle im Sulzer-Areal sollen die Mini-Velos nun die erste überdachte Trainingspiste der Schweiz erhalten. Doch nicht nur Leistungssportler sollen sich wohlfühlen im «Skillspark», den Rinderknecht gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Edina Banyoczki plant. «Wir wollen ein Angebot schaffen, das 95 Prozent der Leute zwischen zwei und fünfzig Jahren anspricht: ein wettersicheres Bewegungsparadies.» Der Sportler ist inzwischen Teilzeithausmann und Vater zweier lebhafter Kinder: «Oft wären wir schon froh gewesen um eine Alternative zu Hallenbad und Eishalle.» Im Erdgeschoss soll es nebst steilen Rampen dar­um auch Strecken für Laufvelos und Trottinetts geben. Im Obergeschoss erwartet die Besucher unter anderem ein Dutzend Riesentrampoline. Während die Kinder sich austoben, können die Erwachsenen sich im Kraftraum stählen oder im Bistro entspannen. Auch ein Ballspielfeld, eine Leichtathletikbahn und ein Hindernisparcours sind geplant. Rinderknecht will die Zahl der Eintritte stark steigern, die Öffnungszeiten ausdehnen. «Am liebsten von 8 bis 22 Uhr», sagt er. Der Umbau kostet 2,5 Millionen Seine künftigen Vermieter, die Basler Stiftung Abendrot, hat er jedenfalls schon überzeugt: «Das ist ein ideales Projekt für diese zen­trumsnahe Lage», sagt Klara Kläusler. Die Halle sei für den «Skillspark» reserviert. Allerdings sind bei der Finanzierung noch einige Fragen offen. Rund 2,5 Millionen Franken will Rinderknecht in den Umbau investieren. Erste Sponsorengespräche habe er bereits geführt. Er hofft zudem auf Gelder der kantonalen und nationalen Sportförderung. Auch Sport- und Schulvorsteher Stefan Fritschi (FDP) freut sich, dass eine Anschlusslösung für den Block in Sicht ist. «Der ‹Skillspark› könnte eine attraktive Erweiterung des Sportpassangebots sein.» Zudem sei in Winterthur bekanntlich der Turnhallenplatz knapp. «Es wäre denkbar, die Halle an manchen Vormittagen für Schulklassen zu mieten.» Auch Rinderknecht hofft auf die Stadt als Fixmieter. Denn ob sich die riesige Halle mit einem reinen Sportangebot rechnen kann, ist unklar. Tempodrom-Chef Dinkel machte nie ein Geheimnis daraus, dass seine Kartbahn die Skateanlage quersubventionierte. Doch Rinderknecht glaubt an sein Ziel. «Bisher lief alles besser als erwartet. Die Vermieter wie auch die Stadt sind dem Projekt ge­gen­über positiv eingestellt. Wir sind im Fahrplan.»

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