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Die Grundstufe floppte sogar in den Versuchsgemeinden

Ab 2014 gibt es im Kanton Zürich nur noch Kindergärten, keine Grundstufen mehr. Der Versuch mit dem neuen Modell hat an der Urne eine Abfuhr erlitten.

27 Zürcher Gemeinden und Schulkreise müssen bald wieder einen Kindergarten einrichten. Sie haben sich vor Jahren auf den Versuch mit einem neuen Modell eingelassen, unter den die Stimmbevölkerung gestern einen Schlussstrich gezogen hat. Die sogenannte Grundstufe sollte Kindergarten und erste Primarklasse verschmelzen und besser auf den Entwicklungsstand der Kinder eingehen. An der Urne sprachen sich aber gerade mal 29 Prozent für die Prima-In­itia­ti­ve aus, die die Grundstufe flächendeckend einführen wollte. Auch der Gegenvorschlag, der die Wahl zwischen Grundstufe und Kindergarten den Gemeinden überlassen wollte, kam nur auf 45 Prozent. Vor allem auf dem Land war die Ablehnung gross.

Die Gegner der Grundstufe wiesen gestern mit Genugtuung darauf hin, dass das neue Modell sogar in jenen Gemeinden, die es erprobt haben, mehrheitlich durchgefallen ist. Nur 8 der 27 Pilotschulen haben das Stimmvolk in ihrem Wahlkreis überzeugen können.

Von offizieller Seite hatte es stets geheissen, dass alle zufrieden seien, die Erfahrungen mit der Grundstufe gemacht ha- ben. Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) hielt auch gestern an dieser Darstellung fest. Selbst in den Versuchsgemeinden hätten aber viele die Grundstufe nicht gekannt, deshalb hätten sie damit emotional nichts anfangen können. Aeppli bedauerte das Abstimmungsergebnis. Ein Trost sei, dass durch den Schulversuch viele neue Erkenntnisse gewonnen worden seien. «Die Schulwelt geht jetzt sicher nicht unter», schloss sie. «Wir werden auch so Entwicklungsmöglichkeiten haben.» Seite 21

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