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«Die letzte Gelegenheit, wo man mir zuhört»

Sie war zwölf Jahre lang die Strahlefrau der Schweizer Politik. Wenige Tage noch, dann tritt Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) von der Bühne ab. Am Journalismustag in Winterthur gab sie einen Vorgeschmack auf ihren Abschied.

Biografien über sie seien in Vorbereitung, habe sie gehört – Doris Leuthard in der Aula der ZHAW.
Biografien über sie seien in Vorbereitung, habe sie gehört – Doris Leuthard in der Aula der ZHAW.
Nathalie Guinand

Da war er dann plötzlich, der Leuthard-Charme, um den sie ihre Bundesratskolleginnen und -kollegen nur beneiden können. «Das sage ich dann auch in meiner Abschlussrede», sagte Doris Leuthard. Eine Rede, die es natürlich geben werde. «Weil, das ist dann die letzte Gelegenheit, wo man mir noch zuhört.» Das Lachen wird breit in ihrem Gesicht, und es wird laut im Saal an der ZHAW. Das schweizerische Hochdeutsch, die spitzbübische Bescheidenheitsgeste – spätestens jetzt hat Leuthard die Journalistinnen und Studenten im Saal in die Tasche gesteckt.

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