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Die Liste wächst

Nach massivem Druck aus dem In- und Ausland treiben die deutsche Bundesregierung und Bayern die Aufklärung zum spektakulären Münchner Kunstschatz voran. Am Montagabend wurde eine erste Liste von 25 Bildern mit möglichem NS-Raubkunsthintergrund auf der Internetplattform lostart.de der Koordinierungsstelle Magdeburg veröffentlicht. Eine mindestens sechsköpfige Expertengruppe soll die Herkunft aller Bilder recherchieren. Die Leitung der Taskforce übernimmt die frühere Ministerialdirektorin Ingeborg Berggreen-Merkel.

Gemäss den neuesten Angaben der Staatsanwaltschaft Augsburg sind 970 der gut 1400 Werke zu überprüfen. 380 Werke könnten dem Bereich der von den Nazis sogenannten «entarteten Kunst» zugeordnet werden, die aus Museen und Sammlungen beschlagnahmt wurden. Bei rund 590 Werken müsse überprüft werden, ob ein «NS-verfolgungsbedingter Entzug» vorliegen könnte. Die Provenienzexperten sollen parallel zum Ermittlungsverfahren der Augsburger Staatsanwaltschaft arbeiten. Die Fragen zur Restitution könnten «in einem Strafverfahren allein nicht hinreichend geklärt werden», hiess es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beteiligten Ministerien von Bund und Bayern. (sda)

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