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Die nächsten Hürden gemeistert

In Wimbledon stehen die Schweizer Männer in der dritten Runde: Roger Federer gewann 6:3, 7:5, 6:3 gegen Gilles Muller, Stan Wawrinka erkämpfte sich ein 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 7:5 gegen den Taiwanesen Lu Yen-Hsun.

Roger Federer konnte gestern Abend als erster Spieler in diesem Jahr vom Dach auf dem Centre Court profitieren. Um Viertel nach sieben machten Regentropfen den Rasen zu rutschig, um weiterzuspielen. Zu dem Zeitpunkt führte der 32-jährige Basler gegen den Luxemburger Gilles Muller (ATP 103) 6:3, 4:3. Rund eine halbe Stunde wurde «indoor» weitergespielt.

Der Qualifikant war nicht der erwartet unbequeme Gegner. Dank seines starken Aufschlags hatte der Linkshänder vor neun Jahren in Wimbledon Rafael Nadal bezwungen. Federer geriet aber kaum in Bedrängnis, da er bei eigenem Service sehr überzeugend auftrat und Muller zu keiner Breakchance kam. So reichte ihm je ein Aufschlagdurchbruch pro Satz zu einem 6:3, 7:5, 6:3 in 1 Stunde und 34 Minuten.

Auf seinen Drittrundengegner muss er allerdings noch warten. Marcel Granollers (ATP 30) und Santiago Giraldo (ATP 35) wurden auf ihrem Aussenplatz im fünften Satz vom Regen gestoppt.

Zurück auf Siegeskurs

In Wimbledon hatte Stan Wawrinka seit einem Fünfsatzthriller gegen Lokalmatador Andy Murray 2009 nie mehr überzeugt. Nach nur einem Sieg in vier Anläufen steht er nun aber in der dritten Runde. Ein paar Fragezeichen bleiben beim Australian-Open-Sieger dennoch.

Im ersten Satz war er in den entscheidenden Phasen nervenstärker als Lu Yen-Hsun (ATP 47). Dem Asiaten gelang zum 5:4 das erste Break, das Wawrinka aber gleich wettmachte. Und im Tiebreak lag der Waadtländer 1:5 und 4:6 im Hintertreffen, ehe er mit einem Vorhand-Passierball den ersten Satzball verwandelte. Nach einem 6:3 im zweiten Durchgang brachte sich Wawrinka selber nochmals in Schwierigkeiten.

Im dritten Satz konterte er ein frühes Break Lus gleich wieder, doch bei 3:3 und 40:0 leistete er sich eine zehnminütige Auszeit. Er verlor elf Punkte in Folge und schliesslich den Satz. In der Folge hatten beide Spieler ihre Chancen, doch Wawrinka griff mit dem Break zum 6:5 als Einziger zu. Nach 2:42 Stunden verwertete er mit einer druckvollen Rückhand seinen zweiten Matchball.

«Das war eine harte Partie, denn Lu spielt sehr solide und schenkt dir nichts», sagte Wawrinka. Allgemein sei er zufrieden mit seinem Niveau. Allerdings wirkte er auf dem Platz sehr unruhig, haderte oft mit sich und griff sich auch ab und zu an den Rücken, als ob er Schmerzen verspüren würde. «Es ist nicht der Rede wert», wiegelte der Lausanner ab. Einerseits sei das Spielen auf Rasen nicht einfach, anderseits habe er sich nach seiner fiebrigen Erkrankung in der vergangenen Woche etwas müde gefühlt.

Die Weltnummer 3 ist aber erleichtert, dass sie nach der Erstrundenpleite in Paris auf die Siegesspur zurückgefunden hat. «Deshalb hatte ich diesmal mehr Zeit, um mich auf Rasen vorzubereiten», fand er. In der dritten Runde bekommt es Wawrinka mit Denis Istomin (ATP 45) zu tun. Der Usbeke hatte ihn 2010 in Wimbledon in der ersten Runde in fünf Sätzen besiegt. Die letzten beiden Begegnungen hat aber der Schweizer gewonnen.

Die Weltnummer 1 Rafael Nadal revanchierte sich am Tschechen Lukas Rosol (ATP 52) für seine Fünfsatzniederlage in der zweiten Runde vor zwei Jahren. Nach seinem 4:6-7:6-6:4-6:4-Sieg steht der Spanier erstmals seit 2011 wieder in der dritten Runde.

Den ersten Satz holte sich Rosol nach dem einzigen Break zum 5:4, im zweiten bahnte sich beim Stand von 4:2 eine neuerliche Überraschung für den Aussenseiter an. Doch Nadal schlug zum 4:4 zurück, wehrte im Tiebreak einen Satzball ab, ehe er mit 8:6 ausgleichen konnte – dank eines Doppelfehlers von Rosol.

In den Sätzen drei und vier reichte Nadal dann je ein Break, um in zweidreiviertel Stunden in die dritte Runde gegen den Kasachen Michail Kukuschkin (ATP 63) einzuziehen. «Nach dieser langen Zeit ist dieser Sieg auf Rasen sehr wichtig für mich», gab der Wimbledon-Champion von 2008 und 2010 zu. «Aber es war ein wirklich hartes Stück Arbeit.»

Kein Tag der Franzosen

Einen schlechten Tag erwischten gestern die Franzosen. Richard Gasquet (ATP 14) verlor nach neun vergebenen Matchbällen gegen den Australier Nick Kyrgios (ATP 144), mit 19 Jahren der jüngste Spieler im Feld. Auch Gaël Monfils (ATP 21) unterlag dem 20-jährigen Tschechen Jiri Vesely (ATP 68) in fünf Sätzen. si

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