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Die neue Zeitrechnung hat begonnen

Die Finanzen sind noch gesund, wie Seuzachs neuer Gemeindepräsident Christian Moos sagt. Doch in Zukunft droht Seuzach ein strukturelles Defizit, das den tiefen Steuerfuss zur Diskussion stellen dürfte.

«Seuzach ist für mich eine Herzensangelegenheit», bekannte Christian Moos (SVP) am Anfang seiner ersten Gemeindeversammlung als Gemeindepräsident. Man möge ihm anfängliche Versprecher nachsehen. Am Rednerpult plädierte Moos dafür, den Zusammenhalt, der sich nicht zuletzt im vergangenen Jubiläumsjahr entwickelt habe, in die neue Zeitrechnung mitzunehmen. Er sehe Seuzach als selbstbewusste, freundliche Gemeinde mit dörflichem Charakter, die aber auch offen für Neues sei, zum Beispiel in der Architektur.

Mit den umliegenden Gemeinden will Moos weiterhin diverse Formen der Zusammenarbeit pflegen.

Voraussetzung für all das sind in erster Linie gesunde Finanzen. Die Jahresrechnung 2013 von Seuzach erfüllt diesen Anspruch, wie Marco Calzimi- glia, stellvertretender Finanzvorsteher, den 100 anwesenden Stimmberechtigten glaubhaft darlegen konnte.

Zum positiven Ergebnis des Vorjahres in der Höhe von 193 000 Franken trugen hauptsächlich Mehreinnahmen bei den Steuern bei. Sodass das Resultat um 590 000 Franken besser und nicht defizitär ausfiel wie budgetiert. Die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen.

Künftig ohne Finanzausgleich

Calzimiglia gab einen klaren Ausblick ins nächste Jahr. «Ohne Ressourcenausgleich müssen wir künftig von einem strukturellen Defizit von 1,5 Millionen Franken ausgehen.» Der Ausgleich beruhe auf der Steuerkraft des Jahres 2011. Damals lag diese noch deutlich unter der Berechtigungsgrenze von 95 Prozent des kantonalen Mittels. Beide Werte haben sich inzwischen so verändert, dass für Seuzach künftig kein Finanzausgleich mehr abfällt.

Als Möglichkeiten, das Defizit zu beseitigen, nannte Calzimiglia neben Aufwandkürzungen, Gebührenerhöhungen oder Verschiebungen von Investitionen auch die Diskussion über den Steuerfuss (heute 84 Prozent).

Einhellig wurde daraufhin die Abrechnung der Sanierung des Kinderbades über rund 555 000 Franken abgenommen. Gemeinderat Rico Kesselring begründete die Mehrkosten von rund 16 000 Franken mit grösserem Aufwand beim Abbau des alten Beckens, beim Rasen sowie bei den Elek- trokosten. Keine Einwände gab es auch zur Sanierung der Mörsburgstrasse, wofür der Souverän den Kredit von 440 000 Franken ohne Gegenstimme bewilligte. Die 31 vom Gemeinderat vorgeschlagenen Mitglieder für das Wahlbüro wurden in globo gewählt.

Legislaturziele ohne Mitsprache

Den Schluss der Versammlung bildete eine Anfrage der FDP Seuzach-Ohringen. Sie wollte vom Gemeinderat wissen, ob er die Bevölkerung in die Formulierung seiner Legislaturziele einbeziehe wie bei der Erarbeitung der Vision 2063. Die Antwort des Gemeinderates fiel negativ aus: Bei den Legislaturzielen handle es sich um ein Planungsinstrument, das wegen der daran geknüpften Verantwortlichkeiten nicht delegiert werden könne.

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