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Die Schweden wittern ihre Chance

STOCKHOLM. Von den beiden WM-Co-Organisatoren Finnland und Schweden wird einer im Final spielen – das ist mehr, als letztes Jahr erreicht wurde. Und das ist vor allem mehr, als die Schweden erwarten durften. Dank ihres Penalty-Erfolgs über Kanada winkt ihnen nun, nach wirklich dürftigen (Offensiv-)Leistungen, gar die Finalchance. 19 Tore in 8 Spielen erzielten sie nur, dafür war Fredrik Petterssons Versuch im Penaltyschiessen gegen Kanada der wohl härteste Schuss in einer solchen Entscheidung, in der meistens die List im Vordergrund steht.

Schweden – Finnland ist immer ein Derby, egal, in welcher Sportart. Im Eishockey allerdings ist die Rivalität noch ein bisschen grösser. «Wir werden die Halle zum Schweigen bringen», heizte Finnlands Goalie Antti Raanta am Tag der Anreise die Stimmung schon einmal an. Die Reise übrigens gelang den Finnen nur «halb»: Ihr Gepäck kam erst mit Verspätung an, das Training musste verschoben werden.

Dramen und Tragödien

Die Duelle zwischen den zwei Teams bringen immer wieder neue Dramen und Tragödien. Das «kleine» Finnland holte seine zwei WM-Titel mit Finalsiegen über die Schweden. Den zweiten vor zwei Jahren mit einem «vernichtenden» 6:1 in Bratislava, den ersten mit einem 4:1 ausgerechnet im Stockholmer Globen am 7. Mai 1995. Der 7. Mai wurde acht Jahre später zum grossen Tag der Revanche in Helsinki. Da führten die Finnen im Viertelfinal gegen die Schweden 5:1, sie kassierten am Ende mit dem 5:6 eine der bittersten Niederlagen überhaupt.

Die Finnen wurden dieses Jahr nur deshalb Gruppensieger, weil die Amerikaner im letzten Spiel überraschend den Slowaken unterlagen. Bei Nor­malprogramm hätten die Viertelfinals in Helsinki Finnland – Russland und USA – Deutschland gelautet. Die Schwe­den kamen nur als Nummer 3 der Schweizer Gruppe weiter. (jch)

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