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Die Sprinter ausschalten

London. Das Schweizer Radteam um Fabian Cancellara hat für das Strassenrennen von heute Samstag eine Medaille im Visier. Dazu müssen die Schweizer Verbündete finden, um die Sprinter zu eliminieren.

Auf dem Rundkurs in Surrey haben die Fahrer neunmal den Box Hill zu erklimmen. Dies bedeutet auf einer Totaldistanz von 240 km rund 25 km Steigung. Ob dies reicht, um Sprinter vom Format eines Marc Cavendish oder André Greipel auszuschalten? Nach der letzten Passage des Box Hill verbleiben über 20 km Rückfahrt ins Ziel, was den Sprintern vielleicht ermöglicht, wieder an die Spitze zurückzukehren. Es gibt einen einzigen Weg, den Sprintern das Leben zu erschweren: das Rennen so hart wie möglich zu machen. Dazu gehört, die Steigung zum Box Hill so schnell wie möglich hochzufahren. Dies ist in den letzten beiden Runden die Aufgabe von Michael Albasini. Dem Ostschweizer könnte so die Chance seines Lebens winken, indem andere Teams ebenfalls ihre Co-Captains nach vorne schicken und sich eine hochkarätige Spitzengruppe bildet. Bei der Ankunft einer kleinen Gruppe ist Albasinis Endgeschwindigkeit nicht zu unterschätzen. Cancellara «ohne Druck» Albasini liess keine Zweifel aufkommen, dass er sich zusammen mit Michael Schär, Gregory Rast und Martin Elmiger vollumfänglich hinter Fabian Cancellara stellt. Der Berner strahlte am Vortag seines ersten von zwei Einsätzen eine grosse Ruhe aus: «Ich habe meine Vorbereitungen zu hundert Prozent richtig gemacht. Druck verspüre ich nicht, weil ich schon zwei Olympiamedaillen gewonnen habe. Wir gehen mit einem starken Team an den Start und werden unser eigenes Rennen fahren.» Sie seien hergekommen, um etwas für die Schweiz zu erreichen, fügte Cancellara an. Der Zeitfahren-Olympiasieger von Peking spricht von einer Lotterie, und er rechnet damit, dass sich selbst die Sprint-Nationen nicht ganz einig sein werden. Cancellara: «Jene, die auf die gleiche Taktik wie die Briten setzen, wissen genau, dass sie nur noch um den zweiten und dritten Platz fahren. Wiggins und Cavendish können nicht auf die Kopie des WM-Strassenrennens vom letzten Herbst in Kopenhagen hoffen, als sie das ganze Feld im Griff hatten. Dort handelte es sich um einen wirklich flachen Rundkurs.» (si)

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