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Die Stadt spart sich künftig den Vergleich

Das Bundesamt für Statistik hat die Lebensqualität in den zehn grössten Städten der Schweiz verglichen. Winterthur schneidet oft sehr gut ab, aber nicht überall.

Statistik ist schön und gut, wenn die Zahlen nicht wären, sagt der Volksmund. Vorsicht, in den Tops und Flops für Winterthur (siehe unten) wimmelt es davon. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat im Rahmen des Projekts Urban Audit die Lebensqualität der zehn grössten Schweizer Städte Zürich, Genf, Basel, Bern, Lausanne, Winterthur, Luzern, St. Gallen, Lugano und Biel miteinander verglichen. Dies anhand von insgesamt zwölf Dimensionen, darunter Einkommen und Arbeit, Wohnsituation, Gesundheit, Bildung, Qualität der Umwelt, persönliche Sicherheit, Infrastruktur und Kultur und Freizeit. «Die Urban-Audit-Daten eignen sich durchaus für einen Städtevergleich», bestätigt der Statistiker Guido Brunner von der Stadtentwicklung. Gleichwohl berge ihre Interpretation auch Stolpersteine. Ein Beispiel: Winterthur hat mit 1535 Einwohnern pro Quadratkilometer die zweittiefste Bevölkerungsdichte. «Der hohe Anteil Wald verzerrt diesen Wert stark», sagt Brunner. Winterthur ist die jüngste aller Städte. «Das wiederum bestätigt ihren Ruf als Familienstadt.» Zudem ist der Ausländeranteil hier am tiefsten. Um subjektiv empfundene Lebensqualität präzise zu messen, brauche es aber Umfragen. Letztmals führte die Stadtentwicklung 2011 eine Bevölkerungsumfrage durch. Wegen Budgetkürzungen im Rahmen von Effort 14+ fällt die geplante Umfrage für 2015 weg – und auch der Beitrag von 7000 Franken und die zehn Stellenprozente für das Partnerprojekt Urban Audit zwischen dem BFS und den Städten. Ob Winterthur im nächsten nationalen Vergleich noch vorkommt, entscheiden die neun Städte, die zahlen.

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